Alltag & Gesundheit

Cybercrime - Sicher durchs Netz

KI-Illustration: Ein Laptop auf einem Holztisch zeigt ein blaues Vorhängeschloss als Symbol für digitale Sicherheit.
KI-generiertes Symbolbild

Cybercrime umfasst Straftaten, bei denen digitale Systeme angegriffen oder für einen Betrug und andere strafbare Handlungen genutzt werden. Phishing-Nachrichten, gestohlene Zugangsdaten und Schadsoftware können auch Privatpersonen treffen. Gute Vorsorge verbindet technische Schutzmaßnahmen und einen überlegten Umgang mit Nachrichten und Daten.

Warnsignale erkennen

Seien Sie besonders vorsichtig bei Nachrichten, die sofortige Zahlung, eine Passwortänderung über einen fremden Link oder vertrauliche Daten verlangen. Bekannte Logos und Absendernamen lassen sich nachahmen. Auch eine scheinbar von einer vertrauten Person kommende Nachricht kann gefälscht sein.

Phishing nutzt etwa E-Mails, Smishing Textnachrichten und Quishing QR-Codes. Prüfen Sie die tatsächliche Zieladresse. Bei Unsicherheit öffnen Sie die bekannte offizielle Website selbst oder kontaktieren das Unternehmen über eine unabhängig ermittelte Nummer.

Zugänge und Geräte absichern

  • Starke, unterschiedliche Passwörter für wichtige Konten verwenden.
  • Wenn angeboten, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
  • Betriebssysteme und Programme aktuell halten.
  • Unerwartete Anhänge, Links und QR-Codes sorgfältig prüfen.
  • Wichtige Daten regelmäßig sichern und die Wiederherstellung prüfen.

Eine zusätzliche Sicherheitsstufe verbessert den Schutz, beseitigt aber nicht jedes Risiko. Geben Sie Passwörter, Freigabecodes oder Bankzugangsdaten nicht an vermeintliche Supportpersonen weiter. Seien Sie skeptisch bei Aufforderungen, sofort eine Fernzugriffssoftware zu installieren.

Persönliche Daten mit Bedacht teilen

Veröffentlichen Sie nur die Informationen, die für einen Dienst notwendig sind. Prüfen Sie Privatsphäre-Einstellungen und Kontobewegungen. Identitätsdaten können missbraucht werden, um Konten zu übernehmen, Bestellungen auszulösen oder andere Menschen zu täuschen.

Besprechen Sie typische Betrugsmaschen auch mit Angehörigen. Ein vereinbarter unabhängiger Rückruf hilft, wenn jemand in einer Nachricht scheinbar dringend Geld benötigt. Druck und Geheimhaltung sind Warnzeichen.

Wenn Daten oder Geld betroffen sind

Kontaktieren Sie die tatsächliche Bank oder den betroffenen Dienst über einen bekannten sicheren Weg. Lassen Sie nötige Karten oder Zugänge sperren. Ändern Sie kompromittierte Passwörter von einem vertrauenswürdigen Gerät aus und prüfen Sie weitere Konten, falls dasselbe Passwort verwendet wurde.

Bewahren Sie Belege auf: Nachrichten, Zieladressen, Zeitpunkte, Zahlungsinformationen und geeignete Screenshots. Erstatten Sie bei einer Straftat Anzeige bei der Polizei. Die Cybercrime-Meldestelle against-cybercrime@bmi.gv.at kann Hinweise entgegennehmen; eine Meldung ersetzt keine Anzeige.

Illegale Inhalte richtig melden

Für Missbrauchsdarstellungen von Kindern und nationalsozialistische Wiederbetätigung im Internet bietet Stopline eine Meldestelle. Nutzen Sie für andere Straftaten die passende Polizeistelle. Verbreiten oder laden Sie illegale Inhalte nicht zur eigenen „Beweissammlung“ weiter.

Aktuelle Präventionshinweise finden Sie beim Bundeskriminalamt und bei Saferinternet.at. Eine Rückmeldung im Internet ist kein Ersatz für akute Hilfe bei einer unmittelbaren Bedrohung.

Weitere Informationen und Initiativen zur Sicherheit bietet das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ).

Ihre Checkliste

  • Unterschiedliche Passwörter und zweite Sicherheitsstufe.
  • Programme aktuell und Sicherungen vorhanden.
  • Links/QR-Codes und Absender unabhängig prüfen.
  • Bei Vorfall Dienst/Bank sofort informieren.
  • Belege sichern und nötigenfalls Anzeige erstatten.

Ratgeber und nächste Schritte

Besprechen Sie den Umgang mit digitalen Risiken im Haushalt.

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