Alltag & Gesundheit

Erste Hilfe

KI-Illustration: Eine offene blaue Erste-Hilfe-Tasche enthält Verbandsmaterial; daneben liegen Handschuhe und eine Schere.
KI-generiertes Symbolbild

Bei einem Unfall oder einer plötzlich auftretenden Erkrankung kann schnelle Erste Hilfe entscheidend sein. Sie beginnt mit einem sicheren Überblick, einem raschen Notruf und den passenden einfachen Maßnahmen. Sie müssen keine Diagnose stellen, um Hilfe zu holen. Ein praktischer Kurs stärkt die Sicherheit beim Handeln.

Zuerst auf die Sicherheit achten

Prüfen Sie, ob Sie sich gefahrlos nähern können. Verkehr, Strom, Rauch, Chemikalien oder instabiles Gelände können auch Helfende gefährden. Betreten Sie keine gefährliche Situation ohne die dafür nötige Sicherung. Alarmieren Sie die zuständigen Einsatzkräfte und warnen Sie andere.

Sprechen Sie anwesende Personen gezielt an: Eine Person kann den Notruf übernehmen, eine andere einen Defibrillator holen oder Einsatzkräfte einweisen. Klare Aufgaben helfen mehr als ein allgemeiner Ruf in die Menge.

Rettung rufen und Rückfragen beantworten

Wählen Sie in Österreich 144. Nennen Sie vor allem den genauen Ort, was geschehen ist und wie viele Menschen betroffen sind. Schalten Sie, wenn möglich, die Lautsprecherfunktion ein, damit Sie weiter helfen und die Anleitung hören können. Die Rettungsleitstelle unterstützt auch ungeübte Ersthelfende.

Die Notrufübersicht zeigt weitere passende Nummern. Beenden Sie das Gespräch nicht vorzeitig; warten Sie auf Rückfragen und folgen Sie den Anweisungen.

Reglose Person: Reaktion und Atmung prüfen

Sprechen Sie die Person laut an und berühren Sie vorsichtig ihre Schultern. Reagiert sie nicht, veranlassen Sie sofort den Notruf. Öffnen Sie die Atemwege durch vorsichtiges Zurückneigen des Kopfes und Anheben des Kinns und prüfen Sie höchstens zehn Sekunden, ob sie normal atmet.

Sehr langsame, unregelmäßige oder schnappende Atemzüge sind keine normale Atmung. Wenn Sie unsicher bleiben, warten Sie nicht weiter ab, sondern folgen Sie der Anleitung der Leitstelle.

  • Keine Reaktion, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, vor Auskühlung schützen und Atmung weiter überwachen.
  • Keine Reaktion und keine normale Atmung: unverzüglich mit Wiederbelebung beginnen.

Wiederbelebung bei Erwachsenen

Drücken Sie mit beiden Händen auf die Mitte des Brustkorbs, kräftig und schnell. Der aktuelle Richtwert für Erwachsene beträgt 100 bis 120 Druckbewegungen pro Minute und 5 bis 6 Zentimeter Tiefe. Lassen Sie den Brustkorb nach jeder Bewegung wieder vollständig entlasten.

Wenn Sie die Beatmung nicht durchführen können, beginnen und bleiben Sie bei der Herzdruckmassage. Warten Sie nicht auf zusätzliche Ausrüstung. Geschulte Helfende wenden ihre erlernten Wiederbelebungsmaßnahmen einschließlich Beatmung an. Holen Sie, wenn andere helfen können, einen AED und folgen Sie seinen Ansagen. Während Analyse und Stromstoß darf niemand die Person berühren.

Setzen Sie die Maßnahmen fort, bis Rettungskräfte übernehmen, die Person wieder eindeutig Lebenszeichen mit normaler Atmung zeigt oder Sie nicht mehr weitermachen können. Die telefonische Anleitung hilft Ihnen dabei. Für Kinder und Säuglinge gelten eigene Abläufe; diese werden in passenden Kursen vermittelt.

Weitere Hilfe und Vorbereitung

Betreuen Sie eine ansprechbare Person ruhig, schützen Sie sie vor Auskühlung und beobachten Sie Veränderungen. Bei starker Blutung oder anderen Notfällen lassen Sie sich vom Notruf anleiten. Versuchen Sie keine eigene Medikamentenbehandlung oder invasive Maßnahme.

Halten Sie Erste-Hilfe-Material griffbereit und kontrollieren Sie dessen Zustand. Besuchen Sie einen Kurs und frischen Sie Kenntnisse praktisch auf. Aktuelle Anleitungen bietet das Österreichische Rote Kreuz; Kurse bieten auch andere anerkannte Rettungsorganisationen an.

Ihre Checkliste

  • Eigenschutz und Gefahrenüberblick zuerst.
  • 144 mit genauem Ort; Lautsprecher nutzen.
  • Bei Reglosigkeit Reaktion und normale Atmung prüfen.
  • Bei fehlender normaler Atmung sofort drücken; AED nutzen.
  • Kenntnisse praktisch üben und Material kontrollieren.

Ratgeber und nächste Schritte

Die Seite ist eine Orientierung und ersetzt das praktische Üben im Kurs nicht.

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