Vorsorge zu Hause

Blackout

KI-Symbolbild: Batterieradio, LED-Leuchte, Wasser und Decken zur Vorsorge bei einem Stromausfall.
KI-generiertes Symbolbild

Ein Blackout ist ein großräumiger, länger dauernder Ausfall der Stromversorgung. Er unterscheidet sich von einem Defekt in der eigenen Wohnung. Betroffen sein können auch Kommunikation, Zahlungen, Verkehr und Versorgung. Welche Dienste wie lange ausfallen, hängt vom Ereignis und ihrer örtlichen Absicherung ab – eine feste Dauer lässt sich nicht allgemein vorhersagen.

Welche Folgen Sie einplanen sollten

Elektrische Pumpen, Türen, Heizungssteuerungen, Kühlung und Zahlungssysteme benötigen Strom. Manche Einrichtungen verfügen über Notstrom oder andere Reserven. Fragen Sie deshalb Ihre Gemeinde nach örtlichen Anlaufstellen sowie nach der Wasser- und Abwasserversorgung im Ausfallfall. Gehen Sie nicht davon aus, dass überall sofort alles ausfällt oder überall alles weiterläuft.

Internet und Mobilfunk können beeinträchtigt sein. Ein geladenes Handy allein sichert die Erreichbarkeit nicht. Vereinbaren Sie vorher mit Angehörigen einen Treffpunkt und wer Kinder oder Menschen mit Unterstützungsbedarf abholt.

Den Haushalt vorbereiten

Planen Sie Lebensmittel und Getränke für 10 bis 14 Tage, die Sie ohne regelmäßigen Einkauf nutzen können. Setzen Sie überwiegend auf Produkte, die keine Kühlung brauchen. Tiefkühlvorräte allein sind dafür ungeeignet. Die praktische Mengenplanung, Lagerung und Rotation finden Sie auf der Seite Krisenfester Haushalt.

  • LED-Licht oder Taschenlampe, Radio und passende Ersatzbatterien griffbereit halten.
  • Persönliche Medikamente, Hygieneartikel und eine Alternative bei ausfallender Toilettenspülung einplanen.
  • Etwas Bargeld in kleinen Stückelungen sicher verwahren; die passende Höhe hängt vom Haushalt ab.
  • Absprachen mit Nachbarn treffen und wichtige Nummern auf Papier notieren.

Wenn der Strom ausfällt

Prüfen Sie, soweit gefahrlos möglich, ob nur Ihr Haushalt oder auch die Umgebung betroffen ist. Beschädigte elektrische Anlagen gehören in die Hände von Fachleuten. Schalten Sie das netzunabhängige Radio ein und beachten Sie die Informationen des ORF sowie örtliche Durchsagen. Notrufleitungen dienen akuten Notfällen und sollten nicht für allgemeine Auskünfte belegt werden.

Reduzieren Sie unnötige Fahrten und halten Sie Einsatzwege frei. Eine durchgehend funktionierende Tankstelle oder elektronische Bezahlmöglichkeit ist nicht gesichert. Folgen Sie den örtlichen Hinweisen zu Trinkwasser, Müll und Anlaufstellen.

Kochen und Wärme sicher planen

Verzehrfertige Mahlzeiten, Decken und warme Kleidung sind ein einfacher Einstieg. Im Innenraum dürfen nur ausdrücklich dafür geeignete Geräte nach ihrer Anleitung verwendet werden. Holzkohlegrills, für draußen bestimmte Campingkocher und Verbrennungsmotoren gehören nicht in geschlossene Räume. Kohlenmonoxid aus Verbrennung ist unsichtbar, geruchlos und lebensgefährlich.

Ein Notstromaggregat ist keine notwendige Anschaffung für jeden Haushalt. Aufstellung, Betrieb und insbesondere eine Einspeisung ins Hausnetz müssen fachlich geklärt werden. Improvisierte Verbindungen sind keine sichere Lösung.

Wenn die Versorgung zurückkehrt

Auch nach Rückkehr des Stroms können einzelne Dienste noch gestört sein. Prüfen Sie aktuelle Hinweise, den Zustand von Geräten und Lebensmittel nach ihren Lageranforderungen. Ergänzen Sie verbrauchte Vorräte und passen Sie den Plan an das an, was im eigenen Haushalt gefehlt hat.

Ihre Checkliste

  • Familientreffpunkt und Unterstützung vereinbart.
  • Örtliche Anlaufstelle bei der Gemeinde erfragt.
  • Vorrat ohne Kühlung, Licht und Radio vorbereitet.
  • Medizinische und pflegerische Bedürfnisse abgestimmt.
  • Sichere Wärme- und Kochlösung geklärt.

Ratgeber und nächste Schritte

Nutzen Sie die lokalen Originalunterlagen zusammen mit Ihrem persönlichen Haushaltsplan.

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