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Ausrüstung und Verhalten in der Lawine

Die Ausrüstung

Eine Schitour bei warmen Temperaturen und schönem Wetter ist ein reines Vergnügen. Bei Wetterstürzen mit Schnee, Kälte, Sturm und Nebel kann die Tour zu einem tödlichen Unternehmen werden. Selbst für Wanderungen und kleinere Bergtouren sollte der Bergfreund entsprechend ausgerüstet sein. 

Die Ausrüstung  besteht aus:

Rucksack Signalpfeife
kleines Verbandszeug inkl. Rettungsfolie Orientierungsmaterial
Biwaksack Verschütteten-Suchgerät
winddichtes Übergewand Schaufeln 
wärmende Kleidung Rucksacksonden
Getränk und Proviant von Vorteil sind auch Handy und ABS-Lawinenairbag

Ausrüstung und Verschütteten-Suchgerätkontrolle

Vor Beginn jeder Tour wird die Ausrüstung auf Vollständigkeit überprüft, um sicher zu gehen, dass bei einem Lawinenunfall nichts fehlt.
Die Kontrolle des Verschütteten-Suchgeräts wird am Beginn jeder Tour durchgeführt, um auf eventuelle Funktionsmängel reagieren zu können.

Die Kontrolle des Verschütteten-Suchgeräts

Überprüfung der Sendeleistung

Eine Person schaltet ihr Gerät auf "Empfang" und stellt sich ca. 30 Meter von der Gruppe entfernt hin. Die restlichen Tourenteilnehmer schalten ihre Geräte auf "Senden" und gehen an der Person mit dem Empfangsgerät im Abstand von 2 bis 3 Metern vorbei. 
Dabei prüft die Person mit dem Empfangsgerät die Lautstärke seines "Pieps" Tones, der ein Maß für die Sendeleistung der VS Geräte ist.

Überprüfung der Empfangsleistung

Die Gruppe schaltet ihre VS Geräte auf "Empfang". Eine Person schaltet ihr Gerät auf "Senden" und geht aus einer Entfernung von ca. 30 Meter auf die Gruppe zu. Die Personen mit den auf "Empfang" geschalteten Geräten drehen mit Hilfe des Entfernungsreglers den lauterwerdenden "Pieps" Ton, der ein Maß für die Empfangsleistung ist, leiser.
ACHTUNG:
Entspricht die Sende- und Empfangsleistung nicht den vom Hersteller des Gerätes angegebenen Richtwerten, darf das Gerät nicht verwendet werden!

Wenn man in eine Lawine gerät  

Nur selten werden Sie durch Schussflucht herauskommen. (Sie müssen vorher überlegen, sofort die Bewegung des Hanges merken, selbst in Bewegung sein und gut Skifahren können.) Versuchen Sie zumindest die Ski gerade zu halten und mit der Lawine "mitzufahren".

Wenn Sie stürzen: 
Geben Sie die Hände vor das Gesicht, wenn Sie merken, dass die Lawine langsamer wird. Sollten Sie nicht beim ersten Versuch die Schneedecke durchstoßen können, sind weitere Versuche zwecklos und kosten nur Atemluft. 

Einige Faktoren müssen zusammenwirken, damit Sie überleben:

  • Sie dürfen nicht lebensgefährlich verletzt sein (was oft der Fall ist).
  • Sie müssen eine Atemhöhle haben (Hände vors Gesicht - geht nur ohne Stockschlaufen).
  • Die Helfer müssen rasch handeln und in den Rettungsmaßnahmen geübt sein. Verschüttetensuchgeräte, Schaufeln und Sonden sind die Voraussetzung. Schreien Sie, wenn die Retter über ihnen sind.

Kämpfen Sie gegen die Lawine! Wehren Sie sich gegen das Hinuntergezogenwerden!

Rettung aus der Lawine durch Kameradenbergung

Nur mit der sofortigen Kameradenbergung, die innerhalb weniger Minuten erfolgreich sein muss können die Chancen des Verschütteten vergrößert werden.
Denken Sie an Nachlawinen und überlegen Sie sich einen Fluchtweg.
Haben Sie sich den ungefähren Lagepunkt gemerkt? Beginnen Sie dort die Suche mit dem Verschütteten Suchgerät.


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