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Wasser als Naturgewalt
Hochwässer mit all ihren Begleiterscheinungen stellen aus naturwissenschaftlicher
Sicht im Ablauf der Erdgeschichte Regelmäßigkeiten dar, die im Rahmen der natürlichen
Entwicklung und Umbildung von Fließgewässern ihren fixen Platz einnehmen. Durch die
zunehmende Nutzung auch der gewässernahen Bereiche durch den Menschen werden jedoch aus
solchen natürlichen Ereignissen aus der Sicht des Menschen Naturkatastrophen, gegen die
er sich zu schützen wünscht.
Bei starkem kontinuierlichen Niederschlag und dementsprechend hoher Niederschlagsmenge
kann es bei den Gebieten entlang der Ströme und ihrer Zubringer, bei anderen Flüssen und
Bächen, aber auch an vorerst unerwarteten Stellen zu Hochwasser kommen.
Hochwasser, Überflutungen - damit verbunden Muren, Erdrutsche, Felsstürze, - zählen
zu jenen Katastrophen, die in Österreich regelmäßig auftreten.
Hochwässer sind eine Folge meteorologischer Ereignisse und haben eine natürliche
Ursache. Sie sind Teil des Wasserkreislaufes. Unbestritten ist, dass der Mensch in den
Naturhaushalt und den Wasserkreislauf eingegriffen und eine Verschärfung der
Hochwassersituation verursacht hat. Von Bedeutung sind dabei vor allem die Eingriffe in
die natürlichen Speichereigenschaften von Bewuchs, Boden, Gelände und Gewässernetz.
Im einzelnen sind dies
z. B. |
| die Versiegelung durch Siedlung
(Wohnungsbau), Gewerbe, Industrie und Verkehr |
| die Veränderung der Landschaft
durch Flurbereinigung |
| die Umwandlung von Grünland in Ackerland |
| der Gewässerausbau, u.a. durch
Regulierungen und Wildbachverbauungen. |
Ein "totaler" Hochwasserschutz ist - trotz bester Planung,
Ausführung und Instandhaltung von Hochwasserschutzanlagen - nicht möglich. Österreich
muss auch in Zukunft mit Hochwasserkatastrophen rechnen.

   
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