Abfluss |
Der Teil des gefallenen Niederschlags, der in Bächen und Flüssen abfließt.
Er wird gemessen als Wassermenge pro Zeiteinheit und wird in Kubikmeter pro
Sekunde (m³/s) angegeben. Der Abfluss wird indirekt über die Geschwindigkeit
des Wassers gemessen. Die mittlere Fließgeschwindigkeit wird multipliziert
mit der durchflossenen Querschnittsfläche (m² x m/s= m³/s). Diese Messungen
werden in größeren zeitlichen Abständen bei unterschiedlichen Wasserständen
durchgeführt. Daraus wird eine Abflusskurve erstellt. Jedem gemessenen
Wasserstand kann über diese Abflusskurve ein zugehöriger Abfluss zugeordnet
werden. |
| Abflussbildung |
Alle Vorgänge und Prozesse, die in einem
Einzugsgebiet den Anteil des Niederschlags bestimmen, der nicht gespeichert
wird und abfließt. Hierzu gehören die Speicherung im Gelände, Boden und
Vegetation, die Infiltration und die Verdunstung. |
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Abflusskonzentration |
Gesamtheit der Vorgänge, die den zeitlichen Verlauf des Abflusses (Anstieg
und Rückgang) in einem Bach festlegen. |
| Abflussspende |
Um den Abfluss aus Einzugsgebieten
unterschiedlicher Größe vergleichen zu können, wird der Abfluss durch die
zugeordnete Einzugsgebietsfläche geteilt. Die A. wird angegeben in Litern
pro Sekunde und Quadratkilometer (l/s/km²). Zum Vergleich mit dem
Niederschlag kann die Abflussspende umgerechnet werden in Millimeter
Wasserhöhe pro Stunde (mm/h). Ein mm/h entspricht einer Abflussspende von
277 l/s/km². |
| Advektive
Niederschläge |
Mit Advektion wird die horizontale Zufuhr von Luftmassen bezeichnet.
Vertikale Bewegungen der Luft heißen Konvektion. Feuchtwarme Luftmassen
können durch Advektion über kältere Luftmassen gleiten (Warmfront) oder
kältere Luftmassen schieben sich unter wärmere Luftmassen (Kaltfront). Dann
entstehen Niederschläge, die meist über mehrere Stunden andauern und eine
geringe, sich wenig ändernde Niederschlagsintensität aufweisen. Das
Niederschlagsfeld ist häufig größer als 1000 km². Der Volksmund bezeichnet
advektive Niederschläge auch als "Landregen" oder "Dauerregen". |
| Aue |
Der tiefste, ebene Teil des Talbodens ist die
Flussaue. Sie wird bei Hochwasser überflutet, wobei sich Feinmaterial
ablagert. Aus diesen Ablagerungen haben sich auf vielen Talböden bis zu
mehrere Meter mächtige Auelehmböden gebildet. |
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Aufgleitniederschläge |
Beim Auftreffen warmer Luftmassen auf ruhende Kaltluft entstehender
Niederschlag. Beim Aufsteigen der warmen Luft kondensiert der Wasserdampf
infolge Abkühlung (Warmfront). |
| Basisabfluss |
Teil des Abflusses, der einem Gerinne
hauptsächlich aus dem Grundwasser zufließt, aber auch von Seen und
Gletschern, wenn über längere Zeit kein Zufluss aus Niederschlag oder
Schneeschmelze auftritt. |
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Bemessungsabfluss |
Der Abfluss ist der Teil des gefallenen Niederschlags, der in Bäche und
Flüsse gelangt und dort abfließt. Der Ermittlung eines
Überschwemmungsgebiets oder der Dimensionierung von Hochwasserschutzanlagen
wird ein geeigneter (maßgeblicher) Wasserabfluss mit bestimmter Jährlichkeit
zu Grunde gelegt. Diesen Hochwasserabfluss nennt man Bemessungsabfluss. Für
den Hochwasserschutz von Siedlungen und Verkehrsanlagen wird als
Bemessungsabfluss der 100-jährliche Abfluss (HQ100) verwendet. |
|
Bemessungshochwasser
|
Ausgewählte Ganglinien oder
Scheitelwasserstände bzw. -abflüsse für die wasserwirtschaftliche bzw.
-bauliche Bemessung unter Berücksichtigung ökonomischer und hydrologischer
Faktoren. |
| Bodenfrost |
Bei anhaltend tiefen Lufttemperaturen gefriert das Wasser im Boden zu Eis.
Bei starken Regenfällen lässt gefrorener Boden kaum Wasser versickern. Es
entsteht hoher Oberflächenabfluss, der zu Hochwasser führen kann. Eine hohe
Schneedecke kann tiefen Bodenfrost verhindern. |
| Bordvoller Durchfluss |
Durchfluss in einem Wasserlauf ohne Überflutung
der Ufer. |
| Buhne |
Bauwerk, vom Ufer eines Flusses aus quer zur Strömung errichtet. |
| Damm |
Quer durch ein Tal gebaute Sperre zum Aufstauen
von Wasser oder zur Bildung eines Speicherbeckens. |
| Dauerlinie |
Graphische Darstellung des Zeitraumes währenddessen ein bestimmter Wert
einer Variablen, z.B. Wasserstand, zeitlich unabhängig voneinander erreicht
oder überschritten wird. |
| Deich |
Erdbauwerk zur Wasserrückhaltung innerhalb
eines bestimmten Gebietes entlang eines Flusses oder zum Schutz vor
Überflutung. |
| Digitales
Geländemodell |
Ein digitales Geländemodell stellt eine Abbildung der Erdoberfläche in
Einzelpunkte dar, wobei jeder Punkt durch drei Koordinaten (Rechtswert,
Hochwert und Höhe über Normalnull) gekennzeichnet ist. Die Erdoberfläche ist
zahlenmäßig (digital) durch EDV (elektronische Datenverarbeitung) erfasst.
Digitale Geländemodelle bilden die Grundlage für die Durchführung von
Wasserspiegelberechnungen, z. B. für die Ermittlung von
Überschwemmungsgebieten. |
| Direktabfluss |
Teil des Oberflächenabflusses, der den Auslauf
des Einzugsgebietes kurz nach Einsetzen des Regens erreicht. Das Volumen
entspricht dem Regenüberschuss. Einige Verfahren zur Ableitung des
Direktabflusses schließen den unmittelbaren Oberflächenabfluss ein, aber
alle schließen den Basisabfluss aus.
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| Einzugsgebiet

|
Für jede Stelle eines Gewässers lässt sich das Gebiet angeben, aus dem alles
oberirdische Wasser dieser Stelle zufließt. Das Einzugsgebiet eines Pegels
ist z.B. die Summe aller Gebiete, die dem Gewässer bis zu dieser Stelle
Wasser zuführen. Für Untersuchungen des Wasserhaushaltes wird zusätzlich
zwischen oberirdischem Einzugsgebiet und unterirdischem Einzugsgebiet
unterschieden. Oft stimmen beide nicht überein. Extreme Unterschiede treten
im Karst auf. Die Grenze des Einzugsgebietes wird durch die Wasserscheide
markiert. |
| Eishochwasser |
Eis entwickelt sich an Gewässern bereits dann,
wenn die Temperaturen einige Tage unter Null Grad C liegen. Zuerst vereisen
Bereiche mit geringer Fließgeschwindigkeit; bei fortschreitender Eisbildung
engt sich der Fließquerschnitt immer mehr ein und die Wasserstände beginnen
zu steigen. Große Gefahren kann der Abgang der Eisdecke erzeugen. Das Eis
kann sich dabei an Engstellen zu Eisbarrieren aufstauen und damit den
Abfluss des Wassers behindern. Wenn die Eisbarierre aufgrund des
Wasserdruckes bricht, werden ähnlich einem Dammbruch plötzlich große
Wassermassen freigesetzt. |
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Feststofftransport |
Fließendes Wasser führt feste Stoffe mit sich und transportiert sie
flussabwärts. Bei starkem Gefälle und hoher Fließgeschwindigkeit können
Gesteinsblöcke bis zu Durchmessern von mehreren Dezimetern bewegt werden.
Das an der Flusssohle wandernde oder springende Geröll ist das Geschiebe. Im
Wasser schwebende Feststoffe werden als Schwebstoff bezeichnet. Bei
durchschnittlicher Fließgeschwindigkeit werden Feststoffe bis zur Größe
feinen Sandes mitgeführt. Als Geschiebestoß wird der stoßweise Eintrag von
Geschiebe aus Seitenbächen bei Hochwasser bezeichnet. Geschiebe- und
Schwebstoffmengen sind stark von der Wasserführung, den
Fließgeschwindigkeiten und der Feststoffzufuhr durch Verwitterung und
Massenbewegung abhängig. |
| Flurbereinigung |
In den ländlichen Gebieten wird der
Landschaftswandel durch die Flurbereinigung geprägt. Die wichtigsten
Maßnahmen mit Auswirkungen auf den Wasserhaushalt sind:
- Neueinteilung der Grundstücke d.h. kleine Parzellen werden
zusammengelegt,
- Rodung bzw. Aufforstung von Wald,
- Umwandlung von Grünland in Acker,
- Gestaltung der Wege und Wegseitengräben,
- Ausbau und die Verlegung von Bachläufen,
- Räumung der Gräben und Bäche,
- Ent- und Bewässerung,
- Planierung und Terrassierung.
Heute werden außerdem Wasserrückhaltemaßnahmen geplant. Rückhaltebecken
und Kleinspeicherräume sowie die Neuanpflanzungen von Hecken und Bäumen
tragen zum Wasserrückhalt auf der Fläche bei. Mit Hilfe der Extensiven
Bewirtschaftung oder Neuanlage von ökologischen Flächen wird die Retention
wieder verbessert. |
| Fluss im
Gleichgewichtszustand |
Fluss, der offensichtlich nahezu einen Zustand des Gleichgewichtes zwischen
der Menge des Sedimenttransportes und der Menge der Sedimentzufuhr erreicht
hat. |
| Flussmorphologie |
Wissenschaft von der Entstehung des Gewässers,
von Überschwemmungsflächen und Fließgewässerformen durch die Einwirkung des
Wassers. |
Flussquerschnitt |
Schnitt durch ein Fließgewässer, rechtwinklig zur Hauptströmung. |
| Flussregulierung |
Bei der Regulierung eines Flusses wird das
Flussbett meist mehr oder weniger erweitert und das Ufer mit geeigneten
Befestigungen in seiner Lage fixiert; Krümmungen werden begradigt und das
Gefälle oft durch diese Verkürzung des Flusses vergrößert. In den meisten
Fällen beginnt sich der Flusslauf dann einzutiefen.
Querbauwerke z.B. Sohlschwellen, Abstürze, Wehre oder Staustufen verhindern
die nachteiligen Wirkungen zu starker Tiefenerosion. Sie legen den Fluss
auch im Längsschnitt fest. Bei der Niedrigwasserregulierung wird - wegen der
Schiffbarkeit - die Wassertiefe durch zusätzliche Einengung der Strömung mit
Buhnen und Längsleitwerken erhöht. |
| Flutmulde, (Hochwasserrinne) |
Künstlich angelegtes Flussbett, das nur bei Hochwasser durchflossen wird. |
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Freibord
|
Der Freibord bezeichnet in der Wasserwirtschaft
den Abstand zwischen einem Wasserspiegel und einer höher liegenden Kante
eines Bauwerkes, meistens die Oberkante eines Dammes oder Ufers. |
| Fronten |
Fronten markieren Luftmassen unterschiedlicher Herkunft und Eigenschaften.
Bei einer Warmfront rückt warme gegen kalte Luft vor. Gleitet Warmluft auf
Kaltluft auf, entsteht Schichtbewölkung mit länger anhaltenden
Niederschlägen. Ist dagegen bei einer Kaltfront kalte Luft auf dem
Vormarsch, dann schiebt sich die kalte Luft unter die warme und hebt sie
hoch. Die entstehenden Haufenwolken, sogenannte Kumuluswolken, entladen sich
mit heftigen Niederschlägen. Eine Kombination aus Warm- und Kaltfront ist
die Okklusionsfront. Sie bildet sich, wenn die Kaltfront die vorauseilende
Warmfront einholt und sie in die Höhe hebt. |
| Ganglinie (Abflussganglinie,
Hochwasserganglinie) |
Graphische Darstellung der zeitlichen Änderung
hydrologischer Daten, wie Abfluss, Geschwindigkeit, Sedimentfracht etc. (Der
Begriff Ganglinie wird hauptsächlich für Wasserstand und Abfluss verwendet). |
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Gewässerkundliche Hauptwerte |
Aus den kontinuierlichen Messungen von Wasserstand (W) und Abfluss (Q)
werden eine Reihe von Hauptwerten abgeleitet, die für die Wasserwirtschaft
wichtig sind:
| NQ
|
= Niederwasser-Abfluss |
| NQ2006 |
= Jahresniederwasser 2006 |
| NW |
= Niederwasserstand |
| NNQ |
= Niederstes, überhaupt bekanntes Niederwasser |
| HQ |
= Hochwasser-Abfluss |
| HQ2006 |
= Jahreshochwasser 2006 |
| HW |
= Hochwasserstand |
| HHQ |
= Größtes, überhaupt bekanntes Hochwasserereignis |
| HQ100 |
= Hundertjähriger Hochwasser-Abfluss |
| MQ |
= Mittlerer Abfluss in einem betrachteten Zeitabschnitt |
| MQ2006 |
= Mittlerer Jahresabfluss 2006 |
| MW |
= Mittlerer Wasserstand im betrachteten Zeitabschnitt
|
Die Wasserstands- und Abflussmessungen haben Auswirkungen auf
Siedlungstätigkeit und Wirtschaft des Menschen.
So sollten z.B. Neubauten außerhalb der Zone des HQ100 eines Gewässers
erfolgen, bzw. sind Gewässer mit zu niederem NQ für die
Wasserkraftwirtschaft uninteressant.
|
| Geschiebe |
Der Feststoffanteil beim Feststofftransport der
sich an der Sohle rollend und hüpfend fortbewegt. |
| Hochwasser |
Kurzfristiger Anstieg des Wasserstandes in einem Fluss bis zu einem
Scheitelwert, danach geht der Wasserstand langsam wieder zurück bzw. relativ
hoher Abfluss, gemessen anhand von Wasserstand oder Durchfluss. |
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Hochwasserereignis
|
Unter Hochwasserereignis versteht man das
Anschwellen des Wasserdurchflusses und damit die Erhöhung des Wasserstandes
in einem oberirdischen Gewässer in Folge von Niederschlägen. |
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Hochwasserentlastung |
Wenn eine Talsperre kein zusätzliches Wasser mehr aufnehmen kann, wird
weiterer Zufluss über eine Hochwasserentlastungsanlage abgeführt. Ihre Größe
wird von der Sperrengröße und dem höchsten zu erwartenden Zufluss bestimmt.
Bei kleineren Becken reicht ein 100-jährliches Hochwasser, bei großen
bedeutenden Talsperren wird ein 1000-jährliches Hochwasser als Grundlage für
die Bemessung genommen. |
| Hochwasserfreilegung |
Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutz einer
Stadt vor Überschwemmungen:
- Ausbau des Flussbettes
- Anlage von Deichen, Mauern oder Flutmulden,
- Höherlegen von bebauten Flächen
- Retentionsmaßnahmen und anderes.
Der Schutz ist meist auf ein 100-jährliches Hochwasser beschränkt. |
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Hochwasserhäufigkeit |
Anzahl bestimmter Hochwasser mit einem über einen bestimmten Wert
hinausgehenden Abfluss oder Wasserstand, die wahrscheinlich im Verlauf einer
bestimmten Anzahl von Jahren auftreten |
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Hochwasserrisikozonierung Austria
–HORA |
Österreich wurde in den letzten Jahren von
zahlreichen schweren Hochwasserkatastrophen heimgesucht, zuletzt im Frühjahr
2006 an der March (NÖ). Aufgrund der damit verbundenen verheerenden Schäden
war und ist das Ziel, derart große Schadenpotenziale künftig zu erfassen und
besser zu bewerten. Daher starteten das Lebensministerium und der Verband
der Versicherungsunternehmen Österreich (VVO) das Projekt "Hochwasserrisikozonierung
Austria -HORA", ein bundesweites Risikozonierungssystem für
Naturkatastrophen mit dem besonderen Schwerpunkt Hochwasser. Ab sofort ist
es für alle Bürgerinnen und Bürger möglich, auf dieser Internetplattform
eine erste Gefahrenabschätzung für das Risiko einer möglichen Überschwemmung
entlang von insgesamt mehr als 25.000 Flusskilometer mittels Adresseneingabe
zu erhalten. |
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Hochwasserscheitel |
Höchster Wert einer Hochwasserganglinie |
| Hochwasserwelle |
Der Wasserstand während eines Hochwassers wird
über Tage hinweg kontinuierlich aufgezeichnet. Es entsteht die sogenannte
Hochwasserganglinie mit ihrer spezifischen Wellenform. Den gesamten Prozess,
von Anstieg und Rückgang des Hochwassers nennt man Hochwasserwelle. |
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Hochwasserwahrscheinlichkeit |
Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Hochwasserstand oder -abfluss in
einem bestimmten Zeitintervall erreicht oder überschritten wird |
| Hydrologisches Jahr |
Das hydrologische Jahr dauert in Österreich
jeweils vom 1.November eines Jahres bis zum 31. Oktober des folgenden. Das
Winterhalbjahr umfasst die Monate November bis April, das Sommerhalbjahr die
Monate Mai bis Oktober. Diese Einteilung wählt man, um in der Jahresbilanz
die Niederschläge erfassen zu können, die bereits im November und Dezember
als Schnee oder Eis gespeichert wurden und erst im folgenden Jahr abfließen.
Bei einer klassisch kalendarischen Einteilung blieben sie in der Bilanz
unberücksichtigt. |
| Hydrographie |
Wissenschaft, die sich mit der Beschreibung und Messung freier Gewässer,
z.B. Ozeane, Meere, Fließgewässer, Flüsse, Seen, Stauseen etc.
auseinandersetzt. |
| Hydrologie |
Wissenschaft, die sich mit dem Wasser auf und
unter der Landoberfläche, seinen Erscheinungsformen, seiner Zirkulation,
seiner räumlichen und zeitlichen Verteilung, seinen biologischen, chemischen
und physikalischen Eigenschaften, seinen Reaktionen mit der Umwelt
einschließlich seiner Beziehung zu den Lebewesen befasst. |
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Infiltration
|
Der Prozess bei dem Niederschlagswasser in den Boden einsickert und den
Porenraum auffüllt. Ist die Bodenoberfläche wenig durchlässig, kann bei
Regen nur wenig versickern, es entsteht Oberflächenabfluss. |
| Infiltrationsrate |
Die Infiltrationsrate gibt die Wassermenge an,
die pro Zeiteinheit im Boden versickern kann. |
| Interzeption |
Der Anteil des Regens, der durch Benetzung zunächst an Pflanzen hängenbleibt
und danach verdunstet. Im Wald kann die Interzeption zwischen 20 und 35
Prozent des Jahresniederschlags betragen. Bei einzelnen Niederschlägen
können bis zu 5 Liter Wasser pro Quadratmeter durch Benetzung festgehalten
werden; bei hohen Niederschlägen ist der Verlust durch Interzeption jedoch
unbedeutend. |
| Jährlichkeit |
Die Jährlichkeit einer Wasserstandshöhe oder
Abflussmenge gibt an, in welchem Zeitraum dieser Wert im Mittel erreicht
oder überschritten wird. Der 100jährliche Abfluss wird im Mittel alle 100
Jahre erreicht oder überschritten.
Durch Anpassung einer Verteilungsfunktion können aus dem Diagramm die Höhe
der bis zu 1000jährlichen Hochwasser bestimmt werden. Sie liegen mit einer
Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent, also in 95 von 100 Fällen, zwischen der
unteren und oberen Begrenzungslinie. |
| Klima |
Der charakteristische Zustand der Erdatmosphäre über einer bestimmten Region
wird als Klima bezeichnet, wobei die Witterung eines einzelnen Jahres sich
erheblich vom Normalklima unterscheiden kann. Je länger die Sonne über dem
Horizont steht und je höher im Zenit, desto mehr Strahlungsenergie ist zur
Erwärmung der Erdoberfläche verfügbar. Deshalb lassen sich die Klimazonen
mit der geographischen Breite einteilen. Zusätzlich wird das Klima durch die
Beschaffenheit der Erdoberfläche beeinflusst. Abhängig von Wasseroberflächen
oder Festland, von Flachland oder Gebirge ändern sich Temperatur, Wind,
Niederschlag und Feuchte. |
| Klimaschwankungen |
Die Temperatur der bodennahen Luftschichten
beträgt über die gesamte Erdoberfläche und übers Jahr gemittelt derzeit etwa
+15 Grad C. Durch natürliche Klimaschwankungen im Laufe eines Jahrhunderts
kann dieser Wert um 0,5 Grad variieren. Über längere Zeiträume gesehen, z.B.
während der Eiszeiten, haben sich die Mitteltemperaturen sogar um mehrere
Grad geändert. |
| Kondensation |
Der Übergang vom gasförmigen Zustand zum flüssigen Zustand wird als
Kondensation bezeichnet. Durch Abkühlung wird Wasserdampf zu flüssigem
Wasser - in der Atmosphäre bilden sich Wolkentröpfchen. Durch die
Kondensation wird die sogenannte "latente Wärme" frei. Diese führt z.B.
dazu, dass feuchte Luft sich bei einer Hebung langsamer abkühlt als trockene
Luft. |
| Konvektive Niederschläge |
Bei konvektiven Niederschlägen handelt es sich
meist um kurze Niederschlagsereignisse, die meist weniger als 45 Minuten
dauern. Sie entstehen durch starke vertikale Luftbewegung (Konvektion).
Konvektive Niederschläge bringen eine hohe, manchmal schnellwechselnde
Niederschlagsintensität. Das Niederschlagsfeld ist mit weniger als 10 km²
meist eng begrenzt. |
Konzentrationszeit |
Die Zeit, die das Wasser vom entferntesten Punkt eines Einzugsgebietes bis
zum Pegel benötigt. Sie hängt von der Länge und dem Gefälle des Fließweges
ab. Je kürzer und je steiler die Fließwege, desto kürzer ist die
Konzentrationszeit des Einzugsgebietes. |
| Laufzeit der Hochwasserwelle |
Zeit, die eine Hochwasserwelle von einem Pegel
bis zum nächsten flussabwärts gelegenen Pegel benötigt. Vereinfacht wird
meist der zeitliche Abstand der Hochwasserscheitel herangezogen. Dieser kann
aber stark von der Laufzeit abweichen, wenn es an Einmündungen größerer
Nebenflüsse zur Wellenüberlagerung kommt und sich dadurch ein neuer
Hochwasserscheitel bildet. |
| Luv- und
Lee-Effekt |
Durch konstante Strömungen in der Atmosphäre wird feuchte Luft im Stau vor
Bergen (Luv-Seite) gehoben und kühlt dabei ab. Wasser kondensiert und es
regnet. Im Windschatten der Berge (Lee-Seite) sinkt die Luft wieder, erwärmt
sich und ist damit trockener als auf der Luv-Seite. Die Regenmengen sind
deshalb im Lee geringer. |
| Muldenrückhalt |
Der Muldenrückhalt ist der Anteil des Niederschlages, der in den kleinen,
natürlichen Unebenheiten der Geländeoberfläche zurückgehalten wird. Er
verdunstet später oder kommt durch Versickerung stark verzögert zum Abfluss.
Der Muldenrückhalt wird erst wirksam, wenn die Niederschlagsintensität die
Infiltrationsrate überschreitet. |
| Mure |
Im Gebirge kann Gesteinsmaterial aus Hangrutschen, Schutthalden, Geschiebe
und Geröllmassen bei Hochwasser in Bewegung geraten. In Wildbächen fließt es
mit großer Geschwindigkeit zu Tal. Durch die Hangrutsche, oder nach
Felsstürzen kann der Fluss aufgestaut werden, weil sein ursprünglicher
Fließweg versperrt wurde. Muren können unvorstellbare Verheerungen
anrichten. Ganze Ortschaften versanken schon in Schlamm und Geröll. |
| Niederschlag |
Kann als Regen, Schnee, Graupel oder Hagel den Boden erreichen. Nach Art der
Entstehung unterscheidet man:
- advektiven Niederschlag, der mit Fronten einhergeht,
- konvektiven Niederschlag, der sich durch Thermik bildet, z.B.
sommerliche Wärmegewitter,
- orographischer Niederschlag, der durch geländebedingte Hebung von
Luftmassen erfolgt.
Zur Messung wird der Regen in Gefäßen aufgefangen. Ein Trichter mit einer
Fläche von 200 cm² ist in 1 Meter Höhe über dem Boden angebracht und leitet
den Niederschlag in ein Messröhrchen. Die Niederschlagsmenge wird meist in
Millimetern angegeben. Das bedeutet: So hoch wäre der Boden an der
Messstelle mit Wasser bedeckt, wenn nichts abflösse oder verdunstete. Eine
Niederschlagshöhe von 1 mm entspricht der Wassermenge von 1 Liter pro
Quadratmeter (l/m²). Will man aus der Niederschlagshöhe den Abfluss
bestimmen, so braucht man den sogenannten Gebietsniederschlag. Dieser kann
durch Mittelung der Niederschlagshöhen mehrerer Messstellen im Einzugsgebiet
ermittelt werden. |
Niederschlag-
Abfluss-Modell |
Mit einem Niederschlags-Abfluss-Modell wird das Abflussverhalten eines
Gebietes für bestimmte Wettersituationen modelliert. Im Modell werden auf
mathematischem Wege die Abflussganglinien aus einem Einzugsgebiet berechnet.
Niederschlagshöhen und das spezielle Abflussverhalten des Gebietes werden
dabei berücksichtigt. Ein Niederschlags-Abfluss-Modell besteht im
wesentlichen aus Teilmodellen für Abflussbildung und Abflusskonzentration. |
|
Niederschlagsintensitäten |
Die Niederschlagsintensität ist die Höhe des Niederschlags pro Zeiteinheit.
Sie wird meist in Millimeter pro Stunde (mm/h) angegeben. Als Starkregen
werden z.B. Niederschläge bezeichnet, bei denen es in 5 Minuten wenigstens 5
mm, in 30 Minuten 12 mm oder in 2 Stunden 24 mm regnet. |
|
Niederschlagsvorhersage |
Mit Hilfe von Großrechneranlagen werden Wettervorhersagen erstellt. Neben
dem Luftdruck, Temperatur und Wind werden auch Niederschlagshöhen berechnet.
Dabei wird zwischen festen und flüssigen Niederschlägen unterschieden. |
| Pegel |
Ein Pegel ist eine Messstelle für den Wasserstand. Der einfachste Pegel
besteht aus einer Pegellatte mit Zentimetereinteilung am Ufer. An ihr lässt
sich die Höhe des Wasserspiegels ablesen. Bis auf wenige Ausnahmen besitzen
alle Pegel eine Schreibregistrierung. Bei der Schreibregistrierung wird die
senkrechte Bewegung eines Schwimmkörpers automatisch auf ein Diagramm
übertragen (Schwimmerschachtpegel). Bei einem anderen Messprinzip wird der
Wasserdruck, der von der Wassertiefe abhängig ist, an der Gewässersohle
gemessen und kontinuierlich registriert (Druckpegel). Zusätzlich können die
registrierten Wasserstände über entsprechende Geräte digital erfasst werden
und per Datenfernübertragung direkt in den Computer eingelesen werden. |
| Polder |
Tiefliegendes Gelände, das durch Deiche vor Überflutung geschützt ist. Da
die Polderflächen zumindest zeitweise unter dem Wasserspiegel liegen, muss
der Abfluss durch Schleusen und Pumpwerke geregelt werden. |
| Rauheit |
Fließendes Wasser wird durch Reibung z.B. an der Flusssohle oder
Uferböschungen gebremst. Die Rauheit der Berührungsfläche ist ein Maß für
die Stärke der Reibung. Grobe Steinblöcke oder Sohlschwellen erhöhen die
Rauheit der Flusssohle. Im Vorland wird das fließende Wasser durch
Vegetation gebremst. Als Folge hoher Rauheit reduziert sich die mittlere
Fließgeschwindigkeit. Bei gleichem Abfluss erhöht sich der Wasserstand. |
Rehne |
Eine Uferrehne ist ein böschungsnaher bzw. uferbegleitender Wall aus
Feinteilen, der natürlich entstanden ist. In den strömungsberuhigten Zonen
(Böschung mit Bewuchs) landen Feinteile bevorzugt an, die wiederum idealer
Standort für weiteren Bewuchs sind. Nicht lagefixierte Gewässer brechen, im
Gegensatz zu lagefixierten Gewässern mit versteinten Ufern, von Zeit zu Zeit
durch und wählen einen neuen Lauf. |
| Renaturierung |
Rückbau von Flussbegradigungen oder Neuverlegung des Flussbettes mit dem
Ziel, natürliche Fließverhältnisse wiederherzustellen. |
| Retention |
Im Seitenbereich des Flussbettes und in der Flussaue wird bei Überflutungen
ein Teil des Wassers zwischengespeichert. Dies führt dazu, dass das Wasser
flussabwärts langsamer steigt. Die Hochwasserwelle wird verzögert und
verläuft flacher. Die Retention ist um so größer, je geringer das Gefälle
ist. |
|
Retentionsfläche |
In der Flussaue, d. h. seitlich des Flussbettes wird bei Überschwemmung das
ausgeuferte Wasser zwischengespeichert (natürlicher Rückhalteraum). Dies
führt dazu, dass das Wasser flussabwärts langsamer steigt, die
Hochwasserwelle wird verzögert und verläuft flacher. Der Effekt der
Rückhaltung ist umso größer, je geringer das Fließgefälle ist. |
| Sedimentation |
Vorgang des Absetzens und der Ablagerung von Schwebstoffen infolge der
Schwerkraft. |
| Schmelzrate |
Um Schnee zu schmelzen, muss Wärme zugeführt werden. Diese erhält die
Schneedecke durch Sonneneinstrahlung, durch warme Luft und Regen. Zur
Berechnung der Schmelzrate müssen deshalb Lufttemperatur, Sonnenscheindauer,
Globalstrahlung, Luftfeuchte und Niederschlag gemessen werden. Außerdem sind
natürlich die Höhe der Schneedecke und ihr Wassergehalt von Interesse. |
| Sturzflut |
Eine Sturzflut ist ein spezielles Hochwasser von kurzer Dauer und steilem
Anstieg mit einer relativ hohen Hochwasserspitze. Sie wird von einem Regen
hoher Intensität erzeugt, der über einem kleinen Einzugsgebiet niedergeht. |
| Tauflut |
Bezeichnung für ein extremes Hochwasser, das durch Schneeschmelze und
Regenfälle ausgelöst wird. Bodenfrost verstärkt oft zusätzlich den Abfluss. |
| Tiefdruckgebiet
oder Tief |
Ein Gebiet niedrigen Luftdrucks, das auch Zyklone oder Depression genannt
wird. Auf der Nordhalbkugel drehen sich Tiefdruckgebiete in Richtung gegen
den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel umgekehrt. Oft bilden sich
Tiefdruckgebiete immer wieder an denselben Stellen des Globus. Sie werden
deshalb z.B. Island-Tief oder Nordsee-Tief genannt. Das Adria-Tief - ein
ganz typischer Tiefdruckwirbel - führt an seiner Ostflanke warme und feuchte
Mittelmeerluft in unsere Breiten. |
Tiefenerosion |
Durch die Kraft des Wassers werden am Grund der Flüsse Bodenteilchen, Steine
und Geröll bewegt. Je höher ein Hochwasser steigt, desto mehr Feststoffe
kann es bewegen. Fällt der Wasserstand, dann lagert sich das Material wieder
ab. Wird mehr abgetragen, als sich anlagert, so vertieft sich auf Dauer das
Flussbett. Diesen Vorgang nennt man Tiefenerosion. |
| Treibhauseffekt |
Die kurzwellige Sonnenstrahlung allein würde die Lufthülle der Erde nur auf
kühle -18 Grad C erwärmen. Der Wasserdampf in der Atmosphäre sorgt dafür,
dass auch die langwellige Strahlung aufgefangen wird. So erwärmt sich die
Luft auf ein für Menschen erträgliches Maß von durchschnittlich 15 Grad C.
Im Strahlungsbereich zwischen sieben und dreizehn Mikrometer Wellenlänge hat
Wasserdampf allerdings keine Absorptionswirkung. Das bezeichnet man als
"Wasserdampffenster". Es gibt Gase, die im Wellenlängenbereich des
Wasserdampffensters Strahlung in Wärme umwandeln. Ist der Anteil dieser Gase
in der Atmosphäre hoch, so erwärmt sich die Luft zusätzlich - das nennt man
Treibhauseffekt. Die wichtigsten sogenannten "Treibhausgase" sind:
Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW)
und Ozon. |
|
Überschwemmungsgebiete |
Überschwemmungsgebiete sind Flächen zwischen oberirdischen Gewässern und
Deichen oder Hochufern sowie sonstige Flächen, die bei Hochwasser
überschwemmt oder durchflossen werden oder für die Rückhaltung von
Hochwasser oder für Hochwasserentlastungen beansprucht werden. |
| Verklausung |
Teilweiser oder vollständiger Verschluss eines Bachbettes durch Treibgut.
Infolge des Rückstaus führt die Verklausung zu schnell und stark steigenden
Wasserständen oberhalb des Hindernisses, die dann vom Wasser über- oder
umflossen werden. Dadurch kommt es zu Ausuferungen und Überschwemmungen.
Anfällig sind Engstellen des Gewässerbettes, wie verrohrte Bachstrecken oder
Durchlässe zwischen Brückenpfeilern. |
| Vorabsenkung |
Wird ein Hochwasser angekündigt, so können mittels Vorabsenkung die
Speicherräume von Staustufen vergrößert werden. Wasser wird abgelassen und
man gewinnt zusätzlichen Retentionsraum. Wegen der relativ kleinen
Retentionsräume der Staustufen, muss die Absenkung zeitlich exakt abgestimmt
werden. Nur dann lässt sich der Hochwasserscheitel senken. |
| Vorland |
An Gewässer angrenzende Flächen, die bei Hochwasser immer wieder überströmt
werden. |
| |
|
|
Wasseräquivalent |
Für die Schneeschmelze ist der Wassergehalt der Schneedecke wesentlich. Er
wird als Wasseräquivalent bezeichnet und zum Vergleich mit dem Niederschlag
in Millimeter Wasserhöhe angegeben. |
Wasserdampf |
Wasser, das in Form von Gas und damit unsichtbar in der Luft enthalten ist.
Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Bei
Abkühlung kondensiert der Wasserdampf zu Tröpfchen, die als Nebel oder
Wolken sichtbar werden. |
| Wasserscheide |
Grenze zwischen den Einzugsgebieten. |
| Wasserstand |
Die Höhe des Wasserspiegels eines stehenden oder fließenden Gewässers über
oder unter einem angenommenen Nullpunkt, dem Pegelnullpunkt. Der Wasserstand
wird in Zentimetern angegeben. |
| Wellenablauf |
Mit Wellenablauf wird die Änderung der Höhe des Scheitelabflusses und der
Form einer Hochwasserwelle in ihrem Lauf flussabwärts bezeichnet. Maßgebend
für den Wellenablauf sind die Abflussbedingungen. Einzelne hydraulische
Faktoren, z.B. Querschnitt, Gefälle und Rauheit des Flussbettes bestimmen
die Retention (Verformung durch Rückhalt) und Translation (Bewegung der
Welle aufgrund der Fließgeschwindigkeit) der Hochwasserwelle. |
|
Wellenüberlagerung |
Zur Wellenüberlagerung kommt es, wenn die Hochwasserwelle eines Nebenflusses
mit der Hochwasserwelle im Hauptfluss annähernd zeitgleich zusammentrifft.
Durch Wellenüberlagerung addieren sich die Abflüsse beider Flüsse und der
Wasserstand kann erheblich höher ausfallen. |
| Wildbäche |
Wildbäche sind die charakteristischen Fließgewässer kleiner Einzugsgebiete
im Hochgebirge. Sie weisen meist ein sehr starkes Gefälle auf und sind durch
einen rasch und stark wechselnden Abfluss und zeitweise hohe Feststofführung
gekennzeichnet. |
| Zwischengebiet |
Als Zwischengebiet wird das Einzugsgebiet eines Flusses zwischen zwei Pegeln
bezeichnet. |
| Zyklonale West-
oder Nordwestwetterlage |
Bei der Zyklonalen West- oder Nordwestwetterlage handelt es sich um eine
Großwetterlage, die sich in Mitteleuropa ungefähr einmal im Monat einstellt
und mehrere Tage bis ca. zwei Wochen anhält. Von Westen bzw. Nordwesten
kommen Tiefdruckwirbel mit kühler und feuchter Meeresluft heran. Dabei kommt
es zu einem wiederholten Wechsel von Dauerregen, Zwischenhoch und Schauern. |