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Hochwasser - Ausrüstung
für Arbeiten |
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Ausrüstung für Arbeiten
beim Hochwasser
Für die Durchführung von Selbstschutzarbeiten bei einem Hochwasser
ist es zweckmäßig, zusätzlich zu den Dingen die jeder im Rahmen des "krisenfesten
Haushaltes" haben sollte, folgende Dinge vorrätig zu haben.
| Gummistiefel in ausreichender Anzahl |
Gummistiefel mit eingebauter Stahlkappe und Wärmeschutz. |
| Wathose, auch Anglerhose genannt |
Ein Muss für jeden im Hochwasser! Oft muss man tiefer
ins Wasser als einem lieb ist.
Sparen Sie nicht am falschen Platz. Billige Wathosen sind wenig
strapazierfähig und gehen doppelt so schnell kaputt. Damit Sie sich in
der Hose gut bewegen können, sollte Sie aus weichem und nicht zu sprödem
Material bestehen. |
| Schwimmweste |
Jeder der sich im Hochwasser bewegen muss, sollte
eine gute Schwimmweste anlegen. Die Gefahr auf dem glitschigen Untergrund
auszugleiten, aus dem Boot der Helfer zu fallen oder über ein, in der
braunen Brühe nicht zu sehendes Hindernis zu stolpern ist zu groß. Die
Strömung kann so stark sein, dass die Fluten einen im Ernstfall
verschlungen haben, bevor Hilfe kommt.
Achtung!
Die Schwimmweste ist nicht nur etwas für Nichtschwimmer, seien Sie nicht
zu stolz dafür! |
| Gummi- und Arbeitshandschuhe |
Bei Hochwasser können Öl und Chemikalien ins Wasser
gelangen. Durch diese Verunreinigungen werden insbesondere die öfter mit
Hochwasser in Berührung kommenden Hände verätzt. Gummihandschuhe schützen
vor dieser Gefahr.
Hilfreich sind auch Arbeitshandschuhe, die vor Verletzungen der Hände
beim Möbel- oder Sperrmüllschleppen schützen. |
| Hausapotheke/Erste-Hilfe-Kasten |
Ein wirksames Wund-Desinfektions-Mittel sollte in
keiner Hausapotheke fehlen, denn allzu leicht kann man sich bei Arbeiten
im Hochwasser verletzen. Durch die starke Verunreinigung des Wassers
kann schon eine kleine Verletzung zu einer Blutvergiftung führen.
Deshalb sollten nicht nur Handschuhe getragen werden, sondern auch ein
wirksames Wund-Desinfektions-Mittel vorhanden sein. Ebenso wird ein
geeignetes Durchfallmittel empfohlen, denn durch Schleimhautkontakt mit
dem verunreinigten Wasser kann es zu der sogenannten Brackwasser-Diarrhö
(Durchfallerkrankung durch Hochwasser) kommen. |
| Hautschutzcreme |
Eine gute Hautschutzcreme hilft für den Schutz der Haut,
wenn man im Hochwasser arbeitet. |
| Material zum Hochbocken/Hochlagern

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Es empfehlen sich Metallböcke, wie es sie
in jedem Baumarkt in allen möglichen Ausführungen gibt. Auch Holzböcke
leisten gute Dienste, sie sind jedoch nicht so stabil und können bei höherem
Wasserstand und bei geringer Belastung aufschwimmen. Auch geeignete
Holzpfosten sollten vorhanden sein, um zwischen den Böcken eine Ebene zu
schaffen. Auf dieser können hochzubockende Gegenstände sicher gelagert
werden. Metallregale aus verzinktem Blech, die man dauerhaft in
Abstellräumen aufstellt, sind eine gute Vorsorgemaßnahme, um im Bedarfsfall
Gegenstände, die nicht nass werden dürfen, dort hochzulagern. |
| Behälter für schützenswerte Gegenstände |
Stapelbare Plastikboxen haben sich für das Lagern von
Gegenständen, z.B. aus ausgeräumten Schränken, gut bewährt. Auch
Plastikwannen, Klappboxen, Umzugskartons oder sonstige Kisten können für
die Lagerung nützlich sein.
Einfache Plastiktüten, die man mit Klebeband wasserdicht verschließen
kann, können so manches Hab und Gut aufnehmen und den Transport
erleichtern. |
| Isolier- Klebeband, Draht, Bindfaden, Leinen und
Seile |
Im Hochwasserfall ist das Klebeband eines der nützlichsten
Hilfsmittel. Mit Klebeband kann man Türen und Fenster abdichten, die
Reparatur oder Fixierung von Schlauchmaterial durchführen, Gegenstände befestigen oder verschließen. Auch Draht,
Bindfaden und Seile (möglichst wasserbeständig) sollten ebenso wenig
fehlen, denn bei Hochwassergefahr gibt es immer etwas zu befestigen. |
| Hand-Werkzeug und Kleinmaterial |
Für diverse Selbstschutzarbeiten sollte geeignetes
Werkzeug und Kleinmaterial vorhanden sein.
Ein Hammer, verschiedene Zangen, isolierte Schraubenzieher, Messer, Säge
etc. sollten in einem Werkzeugkoffer untergebracht sein. Somit ist es
schnell zur Hand und transportabel. Verschiedene Nägel und Schrauben
sowie Schlauchschellen, Schlauchverbinder und Dichtungen gehören ebenso
in diesen Werkzeugkoffer. Wenn für Ihre elektrische Anlage noch
Schraubsicherungen Verwendung finden, dann sollten Sie auch geeignete
Ersatzsicherungen vorrätig halten. |
| Kunststofffolien und Abdeckplanen |
Sie sind sehr nützliche Helfer, sei es zum
Abdichten von Türen und Fenstern oder zum Abdecken von im Freien gelagerten
Sachen, solche Folien sollten in jedem Haushalt in ausreichender Menge
vorhanden sein. Diese Folien werden auch zum Schutz für Gegenstände, vor der
beim Hochwasser in den Räumen entstehenden hohen Luftfeuchtigkeit, verwendet. |
| Pumpen und Zubehör
Achtung! Erst
mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn sichergestellt ist, dass
dadurch kein zusätzlicher Gebäudeschaden entstehen kann. (Siehe "Maßgebliche
Hochwassereinwirkungen auf ein Gebäude")

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Um die Brühe wieder aus dem Keller oder der Wohnung
zu bekommen darf natürlich eine Pumpe nicht fehlen. Hier bietet der
Handel verschiedene Varianten an. Am verbreitetsten sind sogenannte
Tauchpumpen mit Schwimmer, die ab einer bestimmten Wassertiefe
automatisch anfangen zu pumpen. Die Schwimmer sind allerdings regelmäßig
für höhere Wasserstände von über 25 cm ausgelegt, so dass diese Pumpen
durch hochlagern des Schwimmers, in dem sich die An- und
Ausschaltelektronik befindet, quasi überlistet werden muss, um auch bei
niedrigerem Wasserstand zu pumpen.
Es empfiehlt sich bei der Anschaffung darauf zu achten, dass die Pumpen
eine möglichst geringe Wasserhöhe zum Fördern brauchen, da sie sonst den
Rest des Hochwassers (oft mehr als 10 cm) nicht mehr fördern können. Es
gibt auch spezielle Pumpen, die ähnlich wie Wasserstaubsauger arbeiten.
Sie können auch bei geringen Restwasserhöhen noch eingesetzt werden.
Besonders geeignet sind Pumpen, die eine separate An- und
Abschaltmöglichkeit besitzen und damit nicht auf einen Schwimmer
angewiesen sind. Auch sollten Sie darauf achten, dass die Pumpe eine
Abschaltautomatik gegen Heißlaufen hat.
Es ist sinnvoll mehrere Pumpen zu haben, da sie erfahrungsgemäß die
Eigenschaft haben, immer dann kaputt zu gehen, wenn Sie am dringendsten
gebraucht werden. Sparen Sie auch hier nicht am falschen Platz, geben
Sie lieber ein paar Euro mehr für eine ordentliche Metallpumpe aus, als
für eine billige Plastikpumpe, die schon nach einigen Einsätzen den
Geist aufgeben kann. |
| Pumpenschläuche und Zubehör |
Zu einer ordentlichen Pumpe gehört natürlich auch
geeignetes Schlauchmaterial. Sorgen Sie für hinreichend lange Schläuche,
die sie an die Pumpe anschließen können. Ein paar Meter mehr als bis zur
nächsten Einlaufstelle oder bis auf die Straße haben sich immer bewährt.
Das Material sollte nicht zu spröde sein, wählen Sie deshalb lieber die
etwas teureren Gummiausführungen, als die billigen Plastikschläuche, die bei kühleren
Temperaturen, die bei Hochwasser meistens herrschen, nicht mehr biegsam
sind. Der Durchmesser sollte nicht zu gering gewählt werden, da ansonsten
Schwebstoffe, Blätter oder sonstige Gegenstände den Schlauch schnell
verstopfen. Wichtig sind auch eine hinreichende Anzahl von
Schlauchschellen und Verbindungsstücken mit Kupplung. Hier gilt, doppelt
so viele, wie man braucht. Es empfiehlt sich eher mehrere mittellange
Schlauchstücke zu kaufen und diese dann auf die jeweils benötigte Länge
zu verbinden, als einen überlangen Schlauch. Bei Verstopfungen hat dies
auch den Vorteil, dass man einzelne Stücke von Unrat befreien kann, ohne
den ganzen Schlauch durchspülen oder reinigen zu müssen. |
Wasserschläuche und Zubehör
zum beseitigen der Verunreinigungen nach dem Hochwasser |
Auch hier gilt: Lieber Qualität anschaffen. Geschmeidiges
Material wählen, denn oft muss man auch bei Minusgraden den „Gartenschlauch“
einsetzen. Und beim Beseitigen von Hochwasser gilt: Mit viel Wasser geht es
besser und schneller. Denken Sie deshalb daran, Schlauchabzweiger
anzuschaffen, damit Sie auch an einem Wasserhahn mehr als einen Schlauch
anschließen können. Abzweiger, Schlauchschellen und Spritzdüsen gibt es in
den verschiedensten Ausführungen. Passen Sie die Ausrüstung also ruhig an
Ihre speziellen Bedürfnisse und Gegebenheiten an. Es gibt in diesem Bereich
nahezu alles, was man braucht. Sichern Sie Steckverbindungen zusätzlich mit
Klebeband oder Isolierband ab, denn bei höherer Beanspruchung geben gerade
die modernen Schnellverbindungen aus Kunststoff leicht ihren Geist auf und
erfordern dann erst wieder aufwendiges und zeitraubendes Neueinsetzen des
Schlauchmaterials. |
| Kanalabflüsse

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Wenn bei Ihrer Wohnung die Gefahr besteht,
dass Wasser über das Kanalsystem eindringt, sollten Sie sich für die
gefährdeten Abflüsse mit geeigneten Kanal-Muffenstopfen oder Gummistopfen
ausstatten.
Für jeden halbwegs begabten Hobbyhandwerker dürfte es nicht mit Problemen
verbunden sein, die Toilettenschüssel abzubauen und das Rohr damit zu
verschließen. Sicherlich etwas Aufwand, aber immer noch besser, als die
Schweinerei nach dem Hochwasser per Hand zu beseitigen.
Ebenso könnten die Abflussanschlüsse von Wasch- und Spülbecken entfernt und
mit den passenden Kanal-Muffenstopfen oder Gummistopfen verschlossen werden.
Eventuell diese Verschlüsse mit Holzlatten oder Bretter gegen das
Herausdrücken sichern. Wenn notwendig auch auf Bodenabflüsse, Abflüsse von
Waschmaschine oder Duschtasse nicht vergessen.
Einfacher ist jedoch, Sie sorgen in Ihrem Haus für eine Rückstausicherung
durch eine entsprechende Rückstauklappe im Kanal, dann ist diese Gefahr von
vornherein gebannt. |
| Elektrokabel und Verlängerungskabel |
Sorgen Sie sich mit hinreichend langen Elektrokabeln vor.
Oft stehen die üblichen Stromversorgungen in überfluteten Räumen nicht
zur Verfügung, weil sie nass geworden sind. Sie sollten hier nur Ware in
sog. Feuchtraumqualität wählen, da nur diese die Sicherheit bieten, dass
sie auch bei Feuchtigkeit funktionieren und Sie sich nicht gefährden. Für
freie Steckverbindungen gibt es im Fachhandel wasserdichte Schutzmuffen,
die sicherstellen, dass die Verbindung selbst dann keinen Kurzschluss
bekommt, wenn sie einmal unvorhergesehen im Wasser landet. Achten Sie bei
Kabeltrommeln auf einen hinreichenden Querschnitt des Kabels (je dicker je
besser). |
| Zusätzliche Beleuchtung |
Besorgen Sie sich für überflutete Räume auch zusätzliche
feuchtraumgeeignete Beleuchtung, da die übliche Beleuchtung nach einem
Hochwasser für die Aufräumarbeiten oft noch nicht wieder zur Verfügung
steht. Hier eignen sich Halogenstrahler, die es in verschiedenen Ausführungen
gibt. Besonders geeignet sind Strahler mit Stativ oder Aufstellständer,
die beliebig positioniert werden können. Je nach Einsatzort sind auch die
mit Klemmvorrichtung versehenen Strahler sinnvoll. Achten Sie darauf, dass
Strahlergehäuse und Zuleitung wasserdicht sind. |
| Schrubber, Wasserschieber, Eimer, Aufnehmer,
Lappen etc. |
Das Großreinemachen erfordert natürlich auch
geeignetes Werkzeug. Eine ausreichende Anzahl davon sollte vorhanden sein.
Schlamm und Wasser lassen sich gut mit sogenannten Hofbesen wegkehren. Besonders geeignet sind Wasserschieber (auch Abzieher
genannt), mit denen man das Wasser oder den Schlamm gut wegschieben kann. |
| Trockengeräte - Entfeuchter
(Firmenliste)

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Um Wohnräume und Keller nach dem Beseitigen des
Hochwassers schnell wieder nutzbar zu machen empfiehlt es sich, die Räume
alsbald zu trocknen. Hierzu finden Sie im Fachhandel verschiedene
Trocknungsgeräte. Teuer sind sog. Kondenstrockner, die die feuchte
Raumluft aufnehmen, entfeuchten und das abgeschiedene Wasser in einem
Auffangbehälter sammeln. Einmal abgesehen davon, dass vernünftige Geräte
erst zu Preisen deutlich über 1000,-- Euro zu erhalten sind, ist der
Erfolg nach unseren Erfahrungen je nach Örtlichkeit relativ. Diese Geräte
entfeuchten nach Ansicht von Fachleuten zwar schonend, brauchen allerdings
auch mehr Zeit. Sehr viel preiswerter und effektiver sind sog.
Gas-Bautrockner. Sie können sehr viel gezielter auf einzelne nasse Wände
angesetzt werden. Wenn nach ca. 1/2-stündigem Einsatz jeweils für ca. 10
Minuten intensiv gelüftet wird, tritt bereits nach kurzer Zeit ein sehr
deutlicher Erfolg ein. Zum Beispiel wurde eine völlig durchnässte
3-Zimmer-Wohnung mit einem solchen Gerät unter Einsatz von 2 x 11KG
Gasflaschen an einem Tag soweit wieder trocken bekommen, dass ein Einzug
der Bewohner am nächsten Tag möglich war.
In Handel erhältlich sind auch Luftentfeuchter auf
Salzbasis. Hier wird Salz, das bekanntlich wasseranziehend ist, in einen
speziellen Behälter geschüttet. Das angezogene Wasser wird dann in einen
Auffangbehälter gegeben. Der Preis für solche Entfeuchter ist, am Erfolg
gemessen relativ hoch. Auch eignen sie sich eher für den Einsatz in
kleinen Räumen oder z.B. vom Wasser betroffener Wandschränke oder Möbel.
Ein Tipp: Man kann einen solchen Entfeuchter leicht und billiger selbst
bauen, indem man grobkörniges Streu- oder Viehsalz in ein Haushaltssieb
schüttet, dass dann über einen Behälter gehängt wird, in dem das
angezogene Wasser aufgefangen wird. |
| Ausrüstung für den Ernstfall |
Dinge die für die persönliche Sicherheit zweckmäßig sein
können |
   
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