NÖZSV Homepage - Grippepandemie - Versorgungsengpässe unvermeidbar ... was tun?vorige SeiteGrippepandemienächste SeiteInformation über diese Homepage

 

Versorgungsengpässe unvermeidbar

Die Weltgesundheitsorganisation warnt seit Jahren vor dem neuerlichen Ausbruch einer Grippepandemie (Influenzapandemie). Bei einem besonders krankmachenden neuen Influenzavirus, so wie er bei der Vogelgrippe (H5N1) befürchtet wurde, rechnen die Experten im schlimmsten Fall mit einer Erkrankungsrate von 20 bis 50 % der Weltbevölkerung.
Bei einer derartig hohen Erkrankungsrate müsste mit einer starken Beeinträchtigung der Versorgung mit allen wichtigen Dingen des täglichen Lebens gerechnet werden. 

Störung im Versorgungssystem

Das Funktionieren unserer Wirtschaft und die Versorgung unserer Bevölkerung ist von einem ununterbrochenen Waren- und Energiefluss abhängig. Auch Dienstleistungen, die oft zu jeder Tageszeit möglich sein müssen, wie etwa Beheben von Störungen, unaufschiebbare Reparaturarbeiten oder medizinische Hilfe sind für den reibungslosen Ablauf der Versorgung notwendig. Es besteht immer die Gefahr, dass schon geringfügige Unregelmäßigkeiten in diesem Waren- und Energiefluss zu einer erheblichen Störung unseres Versorgungssystems führen. Besonders Störungen in Schlüsselbereichen wie z.B. Energieversorgung, Telekommunikationsdienste, Transportsysteme, Computersysteme, Trinkwasseranlagen aber auch bei Entsorgungssystemen wie z.B. Müll- und Abwasserentsorgung könnten zu Unterbrechungen oder zumindest zu erheblichen Störungen in den wirtschaftlichen Abläufen führen. Nur die ununterbrochene Produktion und Verteilung der Güter und Waren, aber auch die ständige Zufuhr von Energie, ermöglicht uns unser Leben so zu gestalten wie wir es gewohnt sind. Beim Ausbruch einer Grippepandemie müssen wir von einer überdurchschnittlich hohen Anzahl von Grippekranken ausgehen. In Niederösterreich rechnet man mit 300.000, im schlimmsten Fall mit über 800.000 Erkrankungen innerhalb von 4 - 6 Wochen nach Auftreten der ersten Erkrankungsfälle. In durchschnittlichen Grippejahren sind es in der gesamten Grippesaison ca. 70.000 die das Krankenbett hüten müssen. Wobei selbst diese Erkrankungsrate, durch kaum vorhandenes Ersatzpersonal, für viele Bereiche der Wirtschaft ein erhebliches Problem darstellt. Wenn jedoch ein Großteil der Bevölkerung - und das nicht nur in unserem Bundesland - von einer Pandemie betroffen ist, dann führt das zu erheblichen Ausfällen in allen Bereichen unserer Gesellschaft wie z.B.: 

  • Bei Rettung, Feuerwehr und Polizei, 
  • den Behörden, 
  • beim medizinischen Personal, 
  • bei der Heimhilfe, 
  • bei Molkereien, Bäckereien, Schlachtbetrieben und der Landwirtschaft, 
  • den Transportunternehmen, 
  • bei Versorgungsunternehmen (Lebensmittel, Tankstellen, Strom, Trinkwasserversorger, Gas, Heizmaterial, Telefon, Geld usw.). 

zum Seitenanfang

Bei erheblichen Personal- oder Energieausfällen kann es zu Versorgungsengpässen in allen Bereichen unserer Wirtschaft kommen

Da auch die Soldaten beim Bundesheer nicht von der Erkrankung verschont bleiben würden, könnten wir nur eingeschränkt Assistenzleistungen von ihnen erwarten. Weiters muss die Bevölkerung damit rechnen, dass in so einer Situation auch Schulen, Kindergärten und sonstige Betreuungseinrichtungen auf Anordnung der Behörden geschlossen werden. Dadurch werden weitere Arbeitskräfte gezwungen sein der Arbeit fernzubleiben um selbst die Betreuung und Aufsicht der Kinder oder sonstiger Personen, die von den Schließungen betroffen sind, wahrzunehmen. Aufgrund dieser Tatsachen sind Versorgungsprobleme in so einer Situation praktisch unvermeidbar und diese würden unvorbereitete Menschen in große Bedrängnis bringen. Auch wenn die Verantwortlichen noch nicht wissen wann genau dieses Ereignis eintritt, sollte jeder Vorsorgemaßnahmen ergreifen, damit er die Auswirkungen einer weltweiten Grippeepidemie möglichst unbeschadet überstehen kann. Um es unseren Lesern leichter zu machen, die für sie geeigneten Vorbereitungen treffen zu können, haben wir einige Selbstschutz-Tipps und Hintergrundinformationen zusammengestellt. Diese Tipps können jedoch nur eine Anregung sein, und jeder muss überlegen wieweit sein persönliches Umfeld Abweichungen oder Ergänzungen notwendig macht. 

zum Seitenanfang

Medizinische Versorgung in Niederösterreich

Den 1.549.700 Niederösterreichern stehen in 24 Fonds-Krankenhäusern rund 8.400 Betten für die stationäre Krankenhauspflege zur Verfügung. Weiters sind 28 Krankenanstalten mit vorwiegenden Sonderfunktionen (Heil- und Kuranstalten, Diät- und Erholungsheime, Pflegeanstalten für chronisch Kranke, Rehabilitationseinrichtungen, Sanatorien, Heeresspitäler, etc.) vorhanden. Für die medizinische Versorgung sind auch ca. 2.780 niedergelassene Ärzte und 207 öffentliche Apotheken vorhanden, wobei eine Apotheke durchschnittlich 7.830 Einwohner versorgt. Viele andere Einrichtungen wie: Rotes Kreuz, Arbeiter- Samariterbund, Heimhilfe, Hauskrankenpflege, Notärzte, Notarzthubschrauber, usw. wirken bei der medizinischen Betreuung mit. All diese Einrichtungen sind für die gesundheitliche Betreuung in normalen Zeiten ausreichend. Sollte aber ein außergewöhnliches Ereignis wie zum Beispiel eine Grippepandemie zu erheblichen Personalausfällen bei diesen Stellen führen und es zu einem wesentlichen Ansteigen der Erkranktenzahl kommen, dann sind Engpässe auch in der medizinischen Versorgung nicht zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte jeder, auch im medizinischen Bereich, einige Vorsorgemaßnahmen treffen.

zum Seitenanfang

Ohne Strom geht gar nichts mehr

Elektrische Energie ist die fundamentale Voraussetzung für unsere moderne Gesellschaft und eine funktionierende Wirtschaft. Wo Strom fließt, ist Leben und Entwicklung. Elektrizität ist unter den Energieträgern der eleganteste, vielfältigste und zukunftsfähigste. Elektrischer Strom kann aus zahlreichen Prozessen (Wasserkraft, Windkraft, Dampfkraft, ...) gewonnen werden und in alle Formen der Energie umgewandelt werden (mechanische, chemische, thermische, usw.). Auch unsere modernen Kommunikationssysteme wie Telefon, Radio, Fernsehen, Computer, Internet usw. würde es ohne die vielfältigen physikalischen Eigenschaften der Elektrizität nicht geben. Das bedeutet für den modernen Menschen, ohne Strom geht gar nichts mehr. Die Versorgung mit elektrischer Energie hat sich durch die Liberalisierung des Strommarktes, die Ökologisierung und die Globalisierung der Wirtschaft in den letzen Jahren nachhaltig verändert. Auch in Europa kommt es zunehmend zu länger dauernden Stromausfällen, welche auch größere Regionen betreffen. Beispiele dafür sind die Ausfälle von London, Dänemark/Schweden und Italien im Sommer 2004, bei welchen mehr als 60 Millionen Menschen betroffen waren. Besonders der Ausfall des Netzes in Italien hat Anlass zu Sorgen über die Sicherheit unserer Stromversorgung gegeben. Für den Stromausfall in Italien war ein Baum, der in der Schweiz auf eine Hochspannungsleitung fiel, verantwortlich. Auch die anderen Stromausfälle wurden durch derartig kleine Ursachen hervorgerufen. Wobei diese Ursachen meist durch Sparmaßnahmen im Bereich des Personals und bei den notwendigen Wartungsarbeiten hervorgerufen werden. Wenn also schon in Zeiten ohne besondere Probleme unsere Versorgung mit unverzichtbarer elektrischer Energie gefährdet ist, wie würde es erst bei einer Grippepandemie mit der Versorgung aussehen? Bei einem längeren Stromausfall kommt es, wie beim "Domino-Effekt", zum Ausfall weiterer Versorgungssysteme wie zum Beispiel bei: 

  • Der Wasserversorgung (Ausfall von Pumpen und Wasseraufbereitungsanlagen)
  • Den Geschäften (Ausfall der Computerkassen, Waagen, Kühlanlagen, daher keine Einkaufsmöglichkeit)
  • Den Transportsystemen (Ausfall von Zügen, U-Bahnen, Signalanlagen, Computeranlagen für die Logistik)
  • Heizanlagen (Ausfall von Sicherheitssystemen, Pumpen und Brenner)
  • Tankstellen (kein Treibstoff und Heizöl)
  • Computernetze wie Internet oder Firmennetze (daher für viele Firmen keine Bestellmöglichkeiten und somit keine neuen Warenlieferungen)
  • Telefon und Handy (ohne Telefon keine Hilfe von außen und Verbindung zu anderen)
  • Der Geldversorgung (Ausfall der Bankomaten, Bankomat- und Kreditkartenkassen)

Diese Aufzählung ist nur ein kleiner Teil von den tatsächlichen Problemen, die bei einem längeren Stromausfall entstehen könnten. Die wichtigsten Anlagen sind zum Teil durch eine Notstromversorgung abgesichert, diese Absicherungen sind jedoch oft nur auf kurzzeitige Stromausfälle ausgelegt. Zusätzlich könnten aber auch Störungen in der eigenen elektrischen Anlage, durch Ausfälle beim Reparaturpersonal, vielleicht über längere Zeit nicht behoben werden. All diese Ausfälle würden zu erheblichen und länger andauernden Versorgungsschwierigkeiten führen.

zum Seitenanfang

Vorsorgetipps

Jeder sollte überlegen wie sich ein längerer Stromausfall, auf ihn auswirken würde. Unser Tipp: Den Haushalt so gestalten, dass zwei Wochen ohne Versorgung von Außen überbrückt werden können.

Was wir für eine Grippe-Pandemie mindestens vorbereitet haben sollten

Lebensmittelvorrat für wenigstens zwei Wochen er soll gut haltbare und ausgewogene Lebensmittel enthalten
Getränkevorrat für wenigstens zwei Wochen mindestens 2,5 Liter pro Person und Tag
Hausapotheke sie wird im Bedarfsfall gute Dienste leisten
Hygieneartikel  Richtige Hygiene ist bei einer Grippepandemie besonders wichtig

Ersatz bei Energieausfall

Ersatzkochgelegenheit Campingkocher
Ersatzbeleuchtung Gas- oder Batterielampe
Alternative Heizmöglichkeit Petroleum-Heizgerät, Gas-Heizgerät

zum Seitenanfang


vorige SeiteGrippepandemienächste Seite

Startseite [Frames | Ohne Frames]

e-Mail [noezsv@noezsv.at]

Impressum und
Telefon und Fax Nr.

Homepage  [Suchfunktion]