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Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Ansteckung

Das Wort Hygiene kommt aus dem Griechischen, (hygieinos) und bedeutet "der Gesundheit zuträgliche Kunst". Es leitet sich von der griechischen Göttin der Gesundheit, Hygieia, ab. Im engeren Sinn werden unter Hygiene die Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten bezeichnet, insbesondere die Reinigung und Desinfektion.

Wir Menschen haben uns an die tägliche Hygiene gewöhnt. Duschen, Zähneputzen, Händewaschen usw. dient nicht nur dem Wohlbefinden, sondern ebenso der Gesundheit. Diese täglichen Verrichtungen werden uns mit dem Komfort des Badezimmers, Kalt- und Warmwasser in Bad und Küche leicht gemacht. Was aber, wenn eines Tages der gewohnte Komfort fehlt, weil z.B. die Energie ausfällt, kein warmes Wasser mehr fließt und vielleicht das kalte Wasser nur noch stundenweise? Damit muss bei Katastrophen und nicht nur bei einer Grippepandemie gerechnet werden. Gerade in Notzeiten ist aber Hygiene wichtig, um den Körper vor Krankheiten zu schützen und ihn widerstandsfähig zu halten. Daher sollte auch bei erschwerten Bedingungen die Hygiene konsequent weiter durchgeführt werden. 

Der Gesundheit zuträglich

Die Grippeviren werden üblicherweise durch Tröpfcheninfektion oder direkter und indirekter Schmierinfektion übertragen. So hält der oberste Sanitätsrat von Österreich fest, dass im Falle einer Pandemie durch einfache Hygienemaßnahmen, die jeder Einzelne befolgen kann, die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich vermindert werden kann. Dazu zählen:

  • Mundschutz, 
  • die Vermeidung größerer Menschenansammlungen, 
  • unterlassen von Händeschütteln,
  • häufiges Händewaschen und Verwendung von Einmaltaschentüchern. 

Zusätzliche Selbstschutzmaßnahmen

In der Vergangenheit war Österreich kaum mit einer Situation wie der Erwarteten konfrontiert, daher können wir nicht in allen Bereichen auf vorhandene Selbstschutztipps zurückgreifen.
Für Grippekranke die bei einer Pandemie Spitalshilfe erhalten können, wurden krankenhaushygienische Maßnahmen festgelegt. Da aber die Gefahr besteht, dass viele Erkrankte zu Hause gepflegt werden müssen, sollte das Verhalten in den betroffenen Haushalten auf diese Spitalsmaßnahmen abgestimmt werden. Was für das Krankenhaus richtig ist, kann für den Haushalt nicht falsch sein. 

  • Bei jedem Kontakt mit dem Erkrankten sollte zum Schutz vor einer Tröpfcheninfektion ein geeigneter Mundschutz (FFP3 Maske mit Ventil) und ein Augenschutz verwendet werden. 
  • Gegen die Gefahr einer Schmierinfektion schützen Handschuhe, die über die Bündchen reichen.
  • Nach Abnehmen der Maske und Ablegen der Handschuhe, die Hände gründlich waschen und mit alkoholischem Desinfektionsmittel reinigen.
  • Für den Patienten vorzugsweise Einmalgeschirr und Einmalbesteck verwenden. 
  • Den Patienten in einem eigenen Zimmer unterbringen und wenn möglich eigene Sanitäreinrichtungen (Chemie-WC, behelfsmäßige Waschmöglichkeit) verwenden.
  • Alle Flächen in der Umgebung des Patienten regelmäßig desinfizieren.

Zusätzliche und auf die tatsächliche Situation abgestimmte Verhaltensregeln werden im Anlassfall durch die Behörden bekannt gegeben.

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Patientenkleidung und Bettwäsche

Viren (lat. Virus: Schleim, Saft, Gift) zählen nicht zu den Lebewesen. Sie sind winzig kleine, aber hoch ansteckende Partikel die keinen eigenen Stoffwechsel haben, sie sind für ihre Vermehrung auf die Leistung einer lebenden Wirtszelle angewiesen. Das heißt ein Virus ist außerhalb eines Wirtskörpers nur relativ kurze Zeit überlebensfähig. Dies kann zur Verringerung der Ansteckungsgefahr genutzt werden. Um auf der sicheren Seite zu sein sollte daher gewechselte Patientenkleidung und Bettwäsche für vier Tage in dichten Kunststoffsäcken aufbewahrt werden und erst danach gewaschen oder in die Wäscherei gebracht werden. Abfälle und Papiertaschentücher vom Patienten in dichten Plastiksäcken verschließen und erst nach vier Tagen in den Müll entsorgen.

Körperpflege- und Hygieneartikel

Richtige Hygiene ist bei einer Grippepandemie besonders wichtig, daher gehört in jeden Haushalt ein ausreichender Vorrat an Hygieneartikel.

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Hygieneartikel - Checkliste

Für viele Hausarbeiten sind Haushaltshandschuhe geeignet; sie sparen wasservergeudendes Händewaschen. Haushaltspapier hilft ebenfalls Wasser zu sparen und ist leicht zu entsorgen. In Zeiten von Wassermangel bewährt sich auch eine Campingtoilette, dazu geeignetes Toilettenpapier und gegebenenfalls die notwendigen Chemikalien. Ein Vorrat an Müllbeutel ist besonders nützlich, wenn die Müllabfuhr für einige Zeit nicht durchgeführt werden kann. Binden oder Tampons  Plastiksäcke (sortiert)
Campingtoilette (Chemie-WC) Rasierzeug
Chemikalien/WC-Papier für Chemie-WC Reinigungs- bzw. Scheuermittel
Desinfektionsmittel  Seife
Einmalgeschirr und Besteck Servietten
Haarshampoo Spülmittel
Haushaltshandschuhe  Waschmittel
Hautcreme  Wasserentkeimungsmittel
Küchenrolle  WC-Papier
Müllbeutel  Zahnbürste
Mundschutzmasken; am besten eine FFP3 Zahnpasta
Papiertaschentücher Wasserbehälter

Da in jeder Familie andere Hygieneartikel bevorzugt werden, kann diese Checkliste nur ein Anhalt sein, welche Dinge zumindest bevorratet werden sollten. Der Vorrat an Hygieneartikel muss auf die einzelnen Familienmitglieder abgestimmt werden. Für Säuglinge: Windeln, Pflegemittel usw.. Für ältere Menschen, die spezielle Hygieneartikel benötigen, sollte ein ausreichender Vorrat von diesen angeschafft werden.

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