NÖZSV Homepage - Grippepandemie - Der Lebensmittelvorrat ... was tun?vorige SeiteGrippepandemienächste SeiteInformation über diese Homepage

 

Der Lebensmittelvorrat

Wegen der Größe des erwarteten Ereignisses ist es für die staatlichen Einrichtungen kaum möglich, so vorzusorgen, dass der Einzelne von allen Problemen verschont bleibt. Nur wenn die Menschen die Anstrengungen dieser Einrichtungen durch geeignete Selbstschutzmaßnahmen ergänzen, besteht die Möglichkeit, so eine Pandemie mit all ihren Auswirkungen, möglichst unbeschadet zu überstehen. Je früher der Einzelne mit der Umsetzung seiner vorgesehenen Selbstschutzmaßnahmen beginnt, desto geringer ist die Gefahr, dass beim ersten Auftreten des neuen Grippevirus Panik in der Bevölkerung entsteht. Diese Panik könnte dazu führen, dass durch Hamsterkäufe und unüberlegter Handlungen, Teile unserer Versorgungssysteme zum Zusammenbruch gebracht würden. 

Beim Einkauf auf das Ergänzen des Lebensmittelvorrats nicht vergessen!

Keine Lagerhaltung

Für unsere Vorfahren war das Anlegen von Vorräten an Lebensmitteln, Futter für die Nutztiere, von Saatgut usw. die wichtigste Tätigkeit im Jahr. Nur gefüllte Vorratskeller und Scheunen konnten das Überleben des Winters, das Überstehen von Missernten oder Kriegen sichern. Durch nicht ausreichende oder geplünderte Vorräte haben viele unserer Vorfahren ihr Leben eingebüßt. In unserer modernen Industriegesellschaft haben wir die Vorratshaltung in vielen Bereichen aufgegeben, wir verlassen uns darauf, alle Dinge die wir zum Leben brauchen, jederzeit und in jeder Menge kaufen zu können oder sie in die Haushalte geliefert zu bekommen. Durch den Verlust von Wissen über das Haltbarmachen und die richtige Lagerung von Lebensmittel ohne Kühl- und Tiefkühlschrank, können die meisten von uns so eine Vorratshaltung, wie sie früher betrieben wurde, gar nicht mehr durchführen. Um vor den Auswirkungen von Versorgungsengpässen, egal aus welchem Grund immer sie auftreten, geschützt zu sein, wird den Menschen seit Jahrzehnten empfohlen geeignete Vorräte anzulegen und sich nicht nur auf die Einkaufsmöglichkeiten zu verlassen. Da in unserer modernen Wirtschaft kaum noch Lagerhaltung betrieben wird, sondern die notwendigen Güter nach Bedarf erzeugt und geliefert werden kann ein plötzlich auftretender, zusätzlicher Bedarf an Gütern nicht abgedeckt werden. Nur durch zeitlich versetzte Einkäufe ist es den Menschen möglich, sich Vorräte an lebenswichtigen Gütern anzuschaffen.

Standardvorschläge für einen Lebensmittelvorrat

Bezüglich des Lebensmittelvorrates wurden unzählige Vorschläge entwickelt. Auch wir haben so einen Standardvorschlag, den wir seit Jahren immer wieder propagieren. Diese Standardvorschläge haben einen Nachteil, sie sind für Einpersonenhaushalte oder Haushalte in dem beide Partner berufstätig sind nur bedingt umsetzbar. Durch die Möglichkeiten die Werksküchen, Kantinen und Gasthäuser bieten, wird in diesen Haushalten wochentags meist kein warmes Essen zubereitet. Es können dadurch aber kaum bevorratete Lebensmittel verwendet werden. In diesen Haushalten besteht daher die Gefahr, dass Lebensmittel wie sie für einen Standardvorrat benötigt werden, oft verderben würden. In solchen Haushalten, wo alles schnell und einfach sein muss, greift man gerne zu gefrorenen Fertiggerichten. Im Notfall könnte ein Vorrat an solchen Tiefkühlfertigprodukten über einige Tage hinweghelfen, sollte es jedoch zu einem längeren Stromausfall kommen, würde dieser Vorrat bald unbrauchbar. Damit auch derartige Haushalte notfalls eine Zeitspanne von zumindest zwei Wochen überbrücken können, sollten auch sie Lebensmittel und Fertiggerichte, die ungekühlt haltbar sind, bevorraten. Damit die bevorrateten Gerichte und Lebensmittel auch ohne Not verwendet werden, sollte jeder, der mit den Standardvorschlägen nicht zurecht kommt, seine Essensgewohnheiten und seinen Bedarf an Lebensmitteln einmal beobachten.

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Individueller Lebensmittelvorrat

Wird dabei z.B. festgestellt, dass am Wochenende oder fallweise unter der Woche gerne Spaghetti zubereitet werden, könnte man aufgrund der langen Haltbarkeit von Teigwaren, eine Menge so wie sie in zwei oder drei Monaten benötigt wird, auf Vorrat einkaufen. Werden nun Spaghetti gekocht, diese aus dem Vorrat nehmen und beim nächsten Einkauf den Vorrat wieder ergänzen. Beim Einkaufen besonders auf die Haltbarkeitsfrist achten, nur die mit der längsten Haltbarkeit dürfen mit nach Hause. Das gleiche gilt für das "Sugo" welches für die Zubereitung eines italienischen Essens Verwendung finden kann. In der normalen Zeit wird man seine "Pasta" zwar durch zusätzliche Dinge verfeinern, aber in der Not würden eben Sugo, Gewürze und Spaghetti oder Spaghetti mit Sardinen aus der Dose ein ausreichendes Essen ergeben. So gibt es etliche Möglichkeiten um mit einem "Notprogramm" über die Runden zu kommen. Eine weitere Möglichkeit der Vorratshaltung besteht durch das Bevorraten von Fertiggerichten, die ohne Kühlung 8 bis 10 Monate lagerfähig sind. Im Lebensmittelhandel werden solche Produkte in den verschiedensten Varianten wie Rindsrouladen, Rahmschnitzerl oder Champignonschnitzerl angeboten. Wird z.B. einmal im Monat so ein Fertiggericht zubereitet, könnten aufgrund der langen Haltbarkeit, 8 bis 10 Portionen pro Familienmitglied auf Lager gelegt werden. Damit keines der auf Lager liegenden Fertiggerichte zu alt wird, bei der monatlichen Verwendung das mit der kürzesten Haltbarkeit auswählen und zubereiten. Beim nächsten Einkauf das mit der längsten Haltbarkeit aussuchen und den Vorrat damit ergänzen. Durch diese Vorgangsweise hätte man in einer Notzeit die Möglichkeit für einige Tage (Anzahl der auf Lager liegenden Portionen x Anzahl der zu Versorgenden) ohne großen Aufwand eine warme Mahlzeit zubereiten zu können. Durch weitere Produkte, die in einer schnellen Küche Verwendung finden wie: Fischkonserven, Fertigsalate, Sauergemüse (Essiggurkerl, eingelegte Paprika, Senfgurken, Peperoni, usw.) Gemüsekonserven etc. kann auch in einem Haushalt wo nicht nach den herkömmlichen Regeln gekocht wird, ein durchaus ausgewogener und von der Energieversorgung unabhängiger (bei vorhandener Notkochgelegenheit) Essensvorrat verwirklicht werden. Bei Produkten wie: Reis, Zucker, Mehl, Öl, Haltbarmilch, usw. sollte ebenso der Umsatz überprüft werden, brauche ich z.B. ein Päckchen Reis in 3 Monaten könnte ich einige davon auf Lager legen. Das heißt bei einer Haltbarkeit von 12 Monaten könnte ich bis zu 4 Päckchen bevorraten. Damit nichts verdirbt, muss ich nur darauf achten, dass beim Kochen das Benötigte aus dem Vorrat und das neu Eingekaufte in den Vorrat kommt.
So ein individueller Lebensmittelvorrat, wie er bei dieser Vorgehensweise entsteht, zwingt in einer Notzeit zu Improvisationen in der Speisengestaltung. Die Ernährung würde eventuell nicht allen Regeln einer gesunden Ernährung entsprechen, aber in der Not ist ein satter Bauch vielleicht wichtiger als Regeln. Damit keine Mangelerscheinungen auftreten sollte jedoch beachtet werden, dass unser Körper auch in Notzeiten drei Grundstoffe braucht und zwar: 60 % Kohlenhydrate, 12 % Eiweiß, der Rest sind Fette.

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Biologisch krisenfest

Alternative Lebensformen stehen heute hoch im Kurs. Ihre gemeinsame Basis ist die gesunde Ernährung auf der Basis des Getreidekorns. Gerade das Getreidekorn ist für lange Lagerzeiten ganz hervorragend geeignet und stellt eine lebende Konserve dar. Es enthält sehr viele lebenswichtige Vitalstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Enzyme, und zwar genau im richtigen Verhältnis. 
Die Umstellung auf Vollwerternährung setzt allerdings einiges Wissen über eine vernünftige Lebensmittelauswahl, die erforderlichen Geräte (Getreidemühle, Keimgerät) und Kenntnisse für die Zubereitung voraus.

Empfohlene Vorratsmenge für 1 Person für 2 Wochen

Getreide: Hirse, Weizen, Reis, Dinkel insgesamt:1,5 kg
Getreideprodukte:
  • Haferflocken
  • Knäckebrot
  • Vollkornbrot
0,5 kg
2,0 kg
0,5 kg
Hülsenfrüchte: Bohnen, Erbsen, Linsen, Sojabohnen insgesamt:1,5 kg
Milchprodukte:
  • Trockenvollmilch
  • Hartkäse
  • ev. Kondensmilch
0,2 kg
0,3
Nüsse und Samen   0,5 kg
Kartoffeln   1,5 kg
Trockenobst   0,5 kg
Pflanzenöl   0,5 l
Sonstiges: Honig, Salz, Germ, Kräuter   

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Vorrat mit LangzeitlebensmittelSicherheitsvorrat

Ein Sicherheitsvorrat mit Lebensmittel die 15-20 Jahre haltbar bleiben braucht wenig Platz, ist einfach zu lagern und im Fall der Fälle schnell zubereitet. Lebensmittel die so lange haltbar bleiben sollen, müssen einer speziellen Behandlung unterzogen werden. Durch Gefriertrocknen (Dehydrierung) von entsprechenden Ausgangsprodukten wird die angestrebte Haltbarkeit erreicht. Das Gefriertrocknen oder auch die Vakuumverdampfung garantiert eine längere Haltbarkeit als jede andere Konservierungsart. Frische Produkte oder gekochte Fertiggerichte werden "schockgefroren", um den frischen Geschmack, die Farbe, Struktur und vor allem den Nährwert zu erhalten. Das gefrorene Produkt kommt anschließend in eine spezielle Vakuumkammer, in der das Eis in Gasform umgewandelt und der Nahrung entzogen wird. Danach hat die Ware etwa 90 % ihres Gewichtes und zwischen 30 - 90 % ihres Volumens verloren. Anschließend wird sie in luft- und wasserdichten Spezialdosen unter Vakuum abgepackt. Der Sauerstoff in der Dose wird durch Stickstoff ersetzt (79 % unserer Atemluft besteht aus Stickstoff) und diese dann dicht versiegelt. Die Qualität und Frische der Speisen bleibt somit erhalten. Wird der Prozess umgekehrt und der gefriergetrockneten Nahrung heißes oder auch kaltes Wasser hinzugegeben, so erhalten wir wieder den ursprünglichen Zustand.
Da für die Zubereitung einwandfreies Trinkwasser benötigt wird, ist für einen ausreichenden Trinkwasservorrat zu sorgen!

Fertiggerichte oder Grundnahrungsmitte

Unterschieden wird bei dem Sicherheitsvorrat zwischen Fertiggerichten und Grundnahrungsmittel; bei beiden ist die Langzeithaltbarkeit und die strahlensichere Spezialverpackung in Metalldosen gegeben. In Krisenzeiten können die Fertiggerichte vorteilhafter sein, da unter Umständen auch mit einem Stromausfall zu rechnen ist, und es vom Energieaufwand her einfacher ist, mit einem Notkocher etwas heißes Wasser zuzubereiten, als richtig zu kochen. 

Vorteile von Langzeitlebensmittel

Gerade die Haushaltsbevorratung ist eine der wichtigsten Selbstschutzmaßnahmen und daher ein Hauptanliegen aller im Bereich des Zivilschutzes Tätigen und wir alle kennen die Probleme, die mit einer konventionellen Bevorratung verbunden sind: großer Platzbedarf erforderlich, begrenzte Haltbarkeit und regelmäßiges Austauschen der Produkte ist notwendig und meist werden die Lebensmittel dann nicht bevorratet, sondern normal verzehrt. Aus Erfahrung können wir sagen, dass dies für die Bevölkerung oft Gründe sind, die Bevorratung wieder "einschlafen" zu lassen. Viele Menschen wollen auch im Bereich der Lebensmittelbevorratung eine bequeme und fertige Lösung. Durch professionell zusammengestellte Pakete an Langzeitlebensmitteln kann jeder Einzelne auf bequeme Art einen wichtigen Beitrag für seine persönliche Sicherheit leisten. Derartige Vorratspakete sind definitiv für die Krisenbevorratung gedacht und durch ihre lange Haltbarkeit ist immer eine eiserne Reserve an Nahrungsmitteln verfügbar. Die Anschaffungskosten der im Handel angebotenen Pakete erscheinen auf den ersten Blick sehr hoch zu sein, jedoch liegt der auf den Tag umgerechnete Preis kaum höher als bei konventionellen Produkten.
  • Nach ernährungswissenschaftlichen Kriterien zusammengestellte Pakete
  • Spezialabpackung unter Vakuum und Schutzatmosphäre (Stickstoff) ermöglicht die Langzeithaltbarkeit bis zu 20 Jahren
  • Ohne Konservierungsstoffe, keine Chemie
  • Wohlschmeckende und kindergerechte Gerichte
  • Schnell zubereitet, kein Kochen notwendig (nur heißes Wasser)
  • Problemlose Lagerung bei Zimmertemperatur oder im Keller
  • Strahlensicher in verschlossenen Metalldosen abgefüllt
  • geringer Platzbedarf 

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Energiespender

Als zusätzliche Energiespender könnten in Notzeiten auch Dinge aus der Naschabteilung dienen. Traubenzucker, Schokoladen, Kekse, Schnitten, Zuckerl und so weiter sind bei übermäßigem Verzehr zwar nicht unbedingt gesund, haben aber jede Menge Energie und diese Energie kann in Notzeiten durchaus von Nutzen sein. Auch diese Produkte haben durchwegs eine lange Haltbarkeit. 

Resümee

Welche Art der Bevorratung die Richtige ist kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wir sind aber der Meinung, dass in Krisenzeiten ein guter Vorrat wertvoller als Gold sein kann.


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