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- wetterbedingte Naturgefahren - Wald- und Flächenbrände |
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Wald- und Flächenbrände
Waldbrände in Mitteleuropa sind nur selten
Naturereignisse. Nur zwischen drei und zehn Prozent werden von
Blitzschlägen verursacht. Solche natürlichen Waldbrände verringern die
Menge an brennbarem Totholz und verhindern dadurch selbst ihre allzu
häufige Wiederkehr.
Über 90 Prozent der Waldbrände sind auf menschliches Tun oder
Fehlverhalten zurückzuführen.
So gewaltige Waldbrände wie sie zum Beispiel in Portugal, Italien oder
Griechenland vorkommen, sind bei unserer Waldzusammensetzung und unseren
klimatischen Verhältnissen kaum vorstellbar. Jedoch kann es bei längeren
Trockenperioden auch in Österreich leicht zu Wald- und Flurbränden
kommen. Diese können unter besonderen Voraussetzungen wie z.B. im
alpinen Gelände durchaus katastrophale Ausmaße annehmen. |
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Foto unter: Creative Commons-licensed photos
Waldbrände haben zu über 90 Prozent nicht natürliche Ursachen. Durch
Brandrodung, Brandstiftung und Unachtsamkeit werden die meisten Brände
verursacht.
Die Brandursachen reichen von der nachlässig weggeworfenen Zigarette
über Selbstentzündung (zum Beispiel alte Munition aus den Weltkriegen),
das unvorsichtige Abstellen von Fahrzeugen über brennbarem Untergrund
bis zur Fahrlässigkeit im Umgang mit offenem Feuer und zur
Brandstiftung. Wobei letztere vor allem in Südeuropa die häufigste
Waldbrandursache ist!
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Neben den Brandschäden an der Vegetation, können Waldbrände auch Siedlungen
oder Verkehrswege zerstören. In seltenen Fällen werden Menschen durch die
Feuersbrunst eingeschlossen und getötet. Die Gesundheit des Menschen ist aber
vor allem durch die enorme Rauch- und Aschebelastung gefährdet.
Die Emissionen von Waldbränden beeinflussen außerdem die klimawirksamen
Eigenschaften der Atmosphäre.
Bei einem Waldbrand wird hauptsächlich Kohlendioxid (CO2) und Kohlenmonoxid (CO)
freigesetzt. Dies fördert die Ozonbildung in der untersten Schicht der
Atmosphäre und führt so zu smogähnlichen Zuständen. Auch Asche- und
Rauchpartikel haben klimatische Konsequenzen, welche zu einem erhöhten Angebot
an Kondensationskernen für die Wolkenbildung führen. Das heißt, es bilden sich
mehr kleinere Wassertröpfchen statt wenige größere. Diese kleinen
Wassertröpfchen sind so leicht, dass sie in der Schwebe bleiben; es bildet sich
vermehrt Dunst, die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt. Zudem hat die
Dunstbildung wegen der größeren Rückstrahlung des Sonnenlichts einen
Abkühlungseffekt der Erde zur Folge.
Eine Folgeerscheinung von Waldbränden können Rutschungen sein. Durch den Brand
vernichtete Vegetation kann zu instabileren Hängen führen, was bei Starkregen
die Rutschungsgefahr erhöht.
- Beachten Sie behördliche Verbote!
- Kein offenes Feuer im Wald und in Waldnähe!
- Nicht rauchen im Wald!
- Keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen!
- Zufahrtswege zum Wald freihalten! Im Falle eines Waldbrandes muss die
Feuerwehr zufahren können!
- Kraftfahrzeuge nicht auf ausgetrocknetem Waldboden oder Gras abstellen!
Heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren von Land- und Forstmaschinen sowie
von abgestellten Autos und Motorrädern sind oft unterschätzte Ursache von
Wiesen- oder Waldbränden.
- Keine Glasflaschen oder Glasscherben im Wald wegwerfen, sie können
Sonnenstrahlen bündeln und so Laub oder Gras entzünden

Wer einen Brandherd im Wald entdeckt, muss zuerst prüfen, kann ich den
Brandherd ohne mich selbst zu gefährden sofort löschen oder muss ich die Flucht
ergreifen.
1. Flucht
Ist eine ungefährliche Brandbekämpfung nicht möglich, bringen Sie sich, gegen
den Wind gehend, in Sicherheit und alarmieren Sie so rasch als möglich die
Feuerwehr.
Ein gesunder, erwachsener Mensch kann einem Waldbrand normalerweise entkommen.
Bei Bodenbränden ist die Feuerfront zudem nur ein schmaler Saum, der zur Rettung
durchaus überquert werden kann, da die dahinter liegende Fläche nicht mehr
brennt. Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Geräuschkulisse eines Vollfeuers, die
Rauchentwicklung, sowie Schadstoffe und Flugfeuer können zur Desorientierung,
zur gesundheitlichen Beeinträchtigung und zum Einschließen führen.
Das Bekämpfen eines Entstehungsbrandes muss mit allen zur Verfügung stehenden
Mittel erfolgen.
Da Wasser in den meisten Fällen nicht zur Verfügung steht, könnten die
nachfolgen aufgeführten Hilfsmittel eingesetzt werden:
- Austreten von kleinen Brandstellen.
- Auskehren oder Ausschlagen mit Ästen.
Dazu nimmt man etwa 1,5 Meter lange Zweige und "kehrt" die Flammen mit
gleichmäßigen, nicht zu schnellen Streichbewegungen in Richtung zum Feuer
aus.
Wer in das Feuer schlägt, riskiert Funkenflug und facht das Feuer durch die
erhöhte Luftzufuhr eher noch an.
- Abdecken der Brandstelle mit Sand, Kies oder Erdreich.
- Löschen mit Feuerlöschern.
Weitere Informationen zur
Entstehungsbrandbekämpfung

In jedem Fall eines Brandes die Feuerwehr (Notruf 122 oder Euronotruf 112) so
schnell wie möglich alarmieren, auch wenn es so aussieht als ob das Feuer schon
gelöscht ist. Ein scheinbar erloschenes Feuer muss weiter beobachtet werden,
denn es kann vorkommen, dass Glutnester erhalten bleiben und der Wind das Feuer
neuerlich entfacht.
- Wo?
Die erste und wichtigste Angabe ist der Ort, des Waldbrandes.
Wenn man die Örtlichkeit nicht genau kennt, sollte man sich Merkmale
einprägen (großer Einzelbaum, Waldwiese, Gewässer o.ä.), die sich in der
Nähe des Brandortes befinden.
- Wie?
Wie sah der Waldbrand bei der Entdeckung aus: Boden- oder Vollfeuer?
- Was?
Was für ein Waldbestand ist betroffen? Herrscht starker Wind? Sind Menschen
in Gefahr? Oder besteht Gefahr für Sachwerte (Häuser, Einrichtungen) in
nächster Umgebung?
- Wer?
Wichtig ist auch der Ort von dem man sich meldet, dies kann den
Einsatzkräften bei der Orientierung helfen. Außerdem kann die Feuerwehr den
Meldenden hier abholen, um von ihm möglichst schnell zur Brandstelle geführt
zu werden.

   
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