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Seit alters her wird mit eher geringem Erfolg versucht, durch laute
Knallerzeugung am Boden, oder durch Beschießen der Wolken, Hagel zu verhindern.
Die bekannteste Methode ist jene mit Silberjodid. Dabei werden potentielle
Hagelwolken mit Silberjodid geimpft (durch Raketen oder mit Flugzeugen). Die
Silberjodid-Moleküle sollen als Keime dienen, an denen das unterkühlte Wasser
gefrieren soll. Dadurch entstehen viele kleine Eispartikel statt wenige große.
Umfangreiche Feldversuche haben aber gezeigt, dass mit Impfung gleichviele
Hagelschläge auftreten wie ohne Impfung. Es bleibt also nur der passive
Hagelschutz.

Dabei wird versucht durch geeignete Hagelschutznetze, Hagelschutzplanen oder
Hagelschutzdächer die schützenswerten Objekte vor gefährlichen Treffern zu
bewahren. Auch beim Hausbau sollten hagelresistente Materialien zum Einsatz
kommen.
Fahrzeugbesitzer werden beim Thema "Hagel" zumeist von Unruhe erfasst. Das
heilige Blech, ob beim Auto, Wohnwagen oder sonstigem Gefährt ist von Zerstörung
und Beschädigung bedroht. Jeder, der während der Fahrt von einem heftigen
Hagelunwetter überrascht wurde, hofft dies nicht nochmals zu erleben. Aber auch
wenn bedrohliche Wolken aufziehen und keine Schutzmöglichkeit für das Fahrzeug
vorhanden ist, erhöht sich der Adrenalinspiegel. Nicht jeder Fahrzeugbesitzer
hat die Möglichkeit, seine Fahrzeuge in Garagen, Hallen oder unter Schutzdächern
abstellen zu können.
Das Beachten einiger Verhaltensregeln könnte helfen, wenn man sich Dellen am
Auto oder zerstörte Scheiben und die damit verbundenen Reparaturkosten ersparen
will.
- Um sich Ärgernisse zu ersparen, sollten Wetterprognosen mit
Hagelwarnungen ernst genommen und wenn möglich die Fahrt verschoben werden.
- Wird man von Hagelschauern überrascht, auf jeden Fall das Tempo
reduzieren, den Abstand zum Vordermann erhöhen oder am besten überhaupt
anhalten.
- Ist das Weiterfahren unumgänglich, Licht einschalten und bei starker
Sichtbehinderung gegebenenfalls die Nebelschlussleuchte verwenden.
- Wird die Sichtbehinderung durch starken Hagelschauer bedrohlich, dann
ist ein Anhalten sogar in Halte- und Parkverboten erlaubt.
- Sollte ein Anhalten in Tunnels oder auf Brücken notwendig sein, müssen
die nachfolgenden Autofahrer durch Einschalten der Warnblinkanlage auf das
stehende Fahrzeug aufmerksam gemacht werden. Wird dies verabsäumt, kann das
bei einem Unfall als schuldhaftes Verhalten ausgelegt werden und der säumige
Fahrer haftet. Einsatzfahrzeuge möglichst nicht behindern!
- Das Unterstellen des Fahrzeuges unter Vordächern, Brücken oder in
öffentlichen Garagen könnte grobe Schäden abwenden.
- Ist dies nicht möglich, könnte eine mitgeführte feste Decke die
schlimmsten Schäden verhindern.
- Für Autos, die im Freien abgestellt werden müssen, sind im Fachhandel
Hagelschutz-Pelerinen erhältlich. Dadurch werden Fahrzeuge im Bereich des
Kofferraumes, Daches und der Motorhaube durch ein Schaumstoffmaterial vor
Hagelkörnern, herunterfallenden Kastanien, Eicheln oder Ästen geschützt.
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Fotos unter: Creative Commons-licensed photos
Manchmal erreichen Hagelkörner einen Durchmesser von mehr als 10 cm und
ein Gewicht von über einem Kilogramm, sie donnern dann mit über 150 km/h
auf die Erde. Die meisten sind jedoch deutlich kleiner. Aber selbst ein
Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit gegen
100 km/h. Extreme Schäden an Fahrzeugen, Gebäuden und in der
Landwirtschaft sind die Folgen. Auch bei Mensch und Tier können
Hageltreffer fatale Folgen verursachen. |