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Unfallverhütung in den Bergen

Wer in der Ebene stolpert und stürzt, bleibt dort liegen. Am Berg geht's abwärts. Ein steiler und womöglich nasser Grashang oder ein mitten im Grünen liegendes Firnfeld ist sehr gefährlich. Beim Abstieg kommt man leichter zu Sturz als beim Aufstieg. Bei unmarkierten Wegabkürzungen ist es zuweilen nur großes Glück, dass man sich nicht verirrt.
Technische Einrichtungen täuschen zuweilen eine trügerische Sicherheit vor: Ein Geländer kann unter Belastung nachgeben. Seilsicherungen können durch Stein- oder Blitzschlag beschädigt werden und bei Belastung ausbrechen. Stege über Bäche und Schluchten sind in den meisten Fällen nicht statisch berechnet und daher nicht auf übermäßige Belastung ausgelegt. Sie können von Wanderern in Schwingungen versetzt werden. Daher: Vorsichtshalber nur einzeln den Steg queren. Beim Klettern und Begehen von schwierigen Hängen, Flanken, Graten und felsigem Gelände sowie bei Gletschertouren ist grundsätzlich eine Seilsicherung mit Brust- und Sitzgurt erforderlich.

Wer die alpinen Gefahren kennt, kann sich davor schützen. Das Bewusstsein drohender Gefahr soll die Freude am Berg aber nicht mindern. Bergunfälle haben ihre Ursachen fast immer in einem zu geringen Gefahrenbewusstsein. Die Unkenntnis bzw. die Unterschätzung von Gefahren ist vielfach die Hauptursache der Unfälle.

Gefahr droht von mehreren Seiten

Gefahren durch das Fehlverhalten des Menschen:
  • Mangelhafte Ausbildung
  • Mangelhafte Bekleidung und Ausrüstung
  • Überschätzung des alpintechnischen Könnens und der Kondition
  • Übertriebener Ehrgeiz
  • Verantwortungsloser Leichtsinn
Gefahren durch die Natur:
  • Lawinen
  • Steinschlag
  • Gletscherspalten
  • Eisbrüche
  • Schneewechten
  • Wetter
Daher -  Nachricht hinterlassen: Der vorgesehene Weg muss zu Hause, im Quartier, in der Schutzhütte bzw. bei zurückgebliebenen Begleitern bekannt sein. Auch Begegnende über das vermeintliche Ziel informieren. Nach der Tour zurückmelden oder bei Verhinderung so rasch wie möglich den Aufenthaltsort bekannt geben. 

Vorbereitung der Tour

Die Vorbereitung auf eine Wanderung oder Tour muss gewissenhaft sein. Die Ausrüstung muss kontrolliert, der Wetter- bzw. der Lawinenbericht beachtet werden. Vom Quartiergeber, von Bergführern, Zöllnern oder Bergrettungsmännern sollten weitere Informationen und Erkundigungen eingeholt werden. Die Länge einer Wanderung, Schwierigkeitsgrad sowie Markierungen sind wichtige Informationen, welche u. a. aus Karten, Führern, bei Verkehrsämtern, Hüttenwirten oder Einheimischen erfragt werden können. Weiters sollte man sich nie zuviel vornehmen, (die Bergwanderung nach dem Können des schwächsten Teilnehmer planen) nicht allein auf Tour gehen und keine Abkürzungen nehmen, weil sie dort niemand vermutet. Ein vorbereitendes Training und für Senioren eine sportärztliche Untersuchung heben die Sicherheit der Bergwanderung wesentlich, ganz nach dem Motto: "Nur fit in die Berge und nicht erst fit durch die Berge". Unternehmen Sie keine Bergwanderung nach soeben überstandener Krankheit (Grippe usw.).

Training
Eine gute Kondition erhöht den Genuss und die Sicherheit am Berg. Geeignet als vorbereitendes Konditionstraining sind vor allem Dauerlauf, Jogging, Schilanglauf, Radfahren, Schwimmen, evtl. Schlittschuhlaufen und Ballspiele.

 
  • Tour vorbereiten

 

  • nach dem Schwächsten richten

Verhalten während der Tour

Man sollte während einer Tour grundsätzlich immer zusammenbleiben und sich an die markierten Wanderwege halten. 
In Hütten und Gipfelbüchern empfiehlt es sich bei einem alpinem Notfall, den geplanten Weiterweg anzugeben. (Dies kann nicht nur das Auffinden durch die Bergrettung wesentlich erleichtern, sondern macht in vielen Fällen die Rettung erst möglich.

Tempo
Richtiges Gehen erhält möglichst lange die Leistungsfähigkeit. Gleichmäßiges, rhythmisches Gehen ohne Pausen ist am rationellsten. Je nach Trainingszustand liegt dabei die optimale Pulsfrequenz bei 120 bis 150, was zirka 50 bis 60 Prozent der maximalen Leistungskapazität entspricht.

Essen und Trinken
Beim Bergsteigen wird nicht gegessen und getrunken, um Hunger und Durst zu stillen, sondern um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Es empfiehlt sich gemischte, leicht verdauliche Kost, der Vitaminbedarf wird dadurch gedeckt. Zusätzliche Vitamingaben sind deshalb unnötig. Sie sind Situationen vorbehalten, wo ein gesteigerter Vitaminbedarf vonnöten ist, wie zum Beispiel beim Expeditionsbergsteigen in großer Höhe.

Bergsteiger haben einen erhöhten Flüssigkeits- und Mineralsalzbedarf. Trinken Sie deshalb, bevor Sie durstig sind, nehmen Sie sooft wie möglich, während der Tour verteilt, kleine Flüssigkeitsmengen zu sich.

Hinsichtlich Essen und Trinken vermeiden Sie bitte folgende Fehler: Fettreiche Kost: sie bewirkt Abnahme der Leistung. Zuwenig Trinken. Vor und während der Tour ist Alkohol gefährlich (auch als Gipfelschnaps).

  • Unbekannte Abkürzungen sind bedenklich

 

 

 

 

  • Essen und Trinken um die Leistungsfähigkeit zu erhalten

 

  • sooft wie möglich kleine Flüssigkeitsmengen zu sich nehmen

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