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Starkregen

Überschwemmung durch StarkregenStarke Niederschläge bei Gewittern können innerhalb von Minuten Keller und Unterführungen überfluten.

In der Vergangenheit wurde zumeist versucht das Niederschlagswasser möglichst schnell abzuleiten. Dazu wurden Flüsse und Überschwemmungsflächen hinter Dämme verbannt und die tiefer gelegenen Gebiete mit noch höheren Hochwasserpegeln belastet. Daher hat sich diese Schutztechnik letztendlich als Bumerang erwiesen.

Die Hochwasserereignisse der letzen Jahre haben gezeigt, dass ein nachhaltiger Hochwasserschutz nur durch Kombination von Flächenmanagement im Einzugsgebiet, Bereitstellung von zusätzlichem Raum für Hochwasserprävention und Einsatz von technischen Lösungen zu erreichen ist. Dazu gehören das Schaffen von neuen Rückhaltearealen als auch die Rückbildung von ursprünglichen natürlichen Flussauen, die mit ihren Mäandern und vormaligen Flussbetten hervorragende Ablagen für überschüssige Wassermengen bilden. Eine weitere wirksame Möglichkeit ergäbe sich aus dem Rückhalten des Niederschlages an Ort und Stelle. Dafür sollten überall dort wo viel Boden versiegelt oder wo es große Dachflächen gibt bzw. wo viel Oberflächenwasser direkt in die Kanalisation und somit in Bäche und Flüsse fließen würde, unterirdische Wasserspeicher angelegt werden. Dadurch würde in Extremsituationen weniger Niederschlagswasser in die Flüsse gelangen und so könnten Überschwemmungen verhindert oder zumindest gemindert werden. Auch das Sanieren oder Neuerrichten von Hochwasserschutzdämmen beziehungsweise die Sicherung dieser bei Starkregen oder Hochwasser ist ein unverzichtbarer Teil der Hochwasservorsorge. Wobei diese immer aus der öffentlichen und der privaten Vorsorge besteht.

Öffentliche Vorsorge

Träger und Initiatoren des Hochwasserschutzes sind im Fall von Siedlungsraum üblicherweise die Gemeinden. Diese können sich zu Wasserverbänden zusammenschließen, die ihrerseits auf Antrag die Unterstützung des Landes und des Bundes in Anspruch nehmen können. Zu den Präventivmaßnahmen der öffentlichen Hand gehört, basierend auf der Kenntnis vergangener Hochwässer, die Ausweisung potenzieller Überflutungsgebiete (Hochwasserabflussbereiche) und die Errichtung geeigneter Schutzbauten.
Als Berechnungsgrundlage für die Erstellung der Pläne bzw. der Schutzbauten dienen 30- bzw. 100-jährliche Hochwässer. Zukünftig sollen auch Flächen mit einem Restrisiko (= sehr seltene Ereignisse oder technisches Versagen wie Dammbrüche) ausgewiesen werden. Grundsätzlich wird für Siedlungen und Gebäude ein Schutz vor Hochwässern angestrebt, die statistisch gesehen nur alle hundert Jahre auftreten (HQ 100). HQ = Hochwasser (H) und Abfluss (Q).

Restrisiko

Dass selbst außerhalb der Zone von 100-jährlichem Hochwasser noch Gefahr besteht, erfuhren im Sommer 2002 viele Menschen entlang des Kamps, wo eine Hochwasserkatastrophe eintrat, die einem 500- bis 1.000-jährlichen Ereignis entsprach. Dieses Restrisiko ist im Sinne einer Eigenvorsorge stets zu beachten.

Grundwasseranstieg - Ein stilles "Hochwasser" mit Folgen

Unwetter mit Starkregen aber auch lang anhaltender Regen mit dementsprechend hohen Niederschlagsmengen kann zu Überflutungen beziehungsweise zum gefährlichen Anstieg des Grundwasserspiegels führen. Bei solchen Ereignissen werden oft auch Gebiete betroffen, in denen die Bürger glauben vor Hochwasserschäden sicher zu sein.
Im Gegensatz zu Hochwasser, dessen Herannahen sichtbar ist und sich durch steigende Flüsse und Bäche ankündigt, kommt Grundwasser beinahe unbemerkt von unten. Oberflächenwasser sickert oft - meist in Folge von Hochwasserereignissen an Flüssen - auch ins Grundwasser ein. Dieses steigt an, oft bis an die Oberfläche. Dies führt primär zu Vernässungen und Schäden in Kellerräumen, die teils beträchtliche Schäden anrichten können, vor allem, wenn gesetzliche Vorgaben nicht beachtet wurden. Wie sehr Grundwasserhochstände mit Hochwässern zusammenhängen können, zeigte sich im Jahre 2002 im nördlichen Tullnerfeld. Das Gebiet war zwar teilweise vom Hochwasser verschont geblieben, doch der hochwasserbedingte Grundwasserhochstand führte zur Verunreinigung von Brunnen und zur Vernässung von Kellern.

Eigenvorsorge ist unverzichtbar

Eine wirksame Hochwasservorsorge kann nur durch staatliche und private Maßnahmen erreicht werden. Siehe Hochwasser

 

 
 
 
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