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Versorgungsengpässe sind unvermeidbar

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt seit Jahren vor dem neuerlichen Ausbruch einer Grippepandemie (Influenzapandemie). Bei einem besonders krankmachenden neuen Influenzavirus, so wie er bei der Vogelgrippe (H5N1) befürchtet wurde, rechnen die Experten im schlimmsten Fall mit einer Erkrankungsrate von 20 bis 50 % der Weltbevölkerung.

Bei einer Grippepandemie muss auch mit erheblichen Ausfällen und einer Überbelastung im medizinischen Bereich gerechnet werden. Daher sind Engpässe bei der medizinischen Versorgung nicht zu vermeiden. Besonders in Zeiten erhöhter Gefahr muss auf eine gut ausgestattete Hausapotheke Wert gelegt werden, um für Notfälle gerüstet zu sein. Personen, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten von diesen einen Vorrat für 4 Wochen anschaffen. Laut einer Befragung weisen 80 % der Haushalte einen unzureichend ausgestatteten Medikamentenschrank auf, wobei dies vor allem für jüngere Menschen zutrifft. Nur wenige Haushalte verfügen über eine gepflegte Hausapotheke. Das bedeutet in den meisten Haushalten wird das Ablaufdatum von Arzneimittel und Verbandsmaterialien kaum überprüft und daher Abgelaufenes auch nicht ent- und wiederbesorgt.

Vorsorge

Gestalten Sie Ihren Haushalt so, dass Sie zwei Wochen, ohne Versorgung von Außen, überbrücken können

Störung im VersorgungssystemVersorgungsengpässe - Geschäftsstellen geschlossen

Das Funktionieren unserer Wirtschaft und die Versorgung unserer Bevölkerung ist von einem ununterbrochenen Waren- und Energiefluss abhängig. Auch Dienstleistungen, die oft zu jeder Tageszeit möglich sein müssen, wie etwa Beheben von Störungen, unaufschiebbare Reparaturarbeiten oder medizinische Hilfe sind für den reibungslosen Ablauf der Versorgung notwendig. Es besteht immer die Gefahr, dass schon geringfügige Unregelmäßigkeiten in diesem Waren- und Energiefluss zu einer erheblichen Störung unseres Versorgungssystems führen. Besonders Störungen in Schlüsselbereichen wie z.B. Energieversorgung, Telekommunikationsdienste, Transportsysteme, Computersysteme, Trinkwasseranlagen aber auch bei Entsorgungssystemen wie z.B. Müll- und Abwasserentsorgung könnten zu Unterbrechungen oder zumindest zu erheblichen Störungen in den wirtschaftlichen Abläufen führen. Nur die ununterbrochene Produktion und Verteilung der Güter und Waren, aber auch die ständige Zufuhr von Energie, ermöglicht uns unser Leben so zu gestalten, wie wir es gewohnt sind. Beim Ausbruch einer Grippepandemie müssen wir von einer überdurchschnittlich hohen Anzahl von Grippekranken ausgehen. In Niederösterreich rechnet man mit 300.000, im schlimmsten Fall mit über 800.000 Erkrankungen innerhalb von 4 - 6 Wochen nach Auftreten der ersten Erkrankungsfälle. In durchschnittlichen Grippejahren sind es in der gesamten Grippesaison ca. 70.000, die das Krankenbett hüten müssen. Wobei selbst diese Erkrankungsrate, durch kaum vorhandenes Ersatzpersonal, für viele Bereiche der Wirtschaft ein erhebliches Problem darstellt. Wenn jedoch ein Großteil der Bevölkerung - und das nicht nur in unserem Bundesland - von einer Pandemie betroffen ist, dann führt das zu erheblichen Ausfällen in allen Bereichen unserer Gesellschaft wie z.B.: 

  • Bei Rettung, Feuerwehr und Polizei, 
  • den Behörden, 
  • beim medizinischen Personal, 
  • bei der Heimhilfe, 
  • bei Molkereien, Bäckereien, Schlachtbetrieben und der Landwirtschaft, 
  • den Transportunternehmen, 
  • bei Versorgungsunternehmen (Lebensmittel, Tankstellen, Strom, Trinkwasserversorger, Gas, Heizmaterial, Telefon, Geld usw.).

Da auch die Soldaten beim Bundesheer nicht von der Erkrankung verschont bleiben würden, könnten wir nur eingeschränkt Assistenzleistungen von ihnen erwarten. Weiters muss die Bevölkerung damit rechnen, dass in so einer Situation auch Schulen, Kindergärten und sonstige Betreuungseinrichtungen auf Anordnung der Behörden geschlossen werden. Dadurch werden weitere Arbeitskräfte gezwungen sein der Arbeit fernzubleiben, um selbst die Betreuung und Aufsicht der Kinder oder sonstiger Personen, die von den Schließungen betroffen sind, wahrzunehmen. Aufgrund dieser Tatsachen sind Versorgungsprobleme in so einer Situation praktisch unvermeidbar und diese würden unvorbereitete Menschen in große Bedrängnis bringen. Auch wenn die Verantwortlichen noch nicht wissen wann genau dieses Ereignis eintritt, sollte jeder Vorsorgemaßnahmen ergreifen, damit er die Auswirkungen einer weltweiten Grippeepidemie möglichst unbeschadet überstehen kann. Um es unseren Lesern leichter zu machen, die für sie geeigneten Vorbereitungen treffen zu können, haben wir einige Selbstschutz-Tipps und Hintergrundinformationen zusammengestellt. Diese Tipps können jedoch nur eine Anregung sein, und jeder muss überlegen wieweit sein persönliches Umfeld Abweichungen oder Ergänzungen notwendig macht.

Medizinische Versorgung in Niederösterreich

Den rund 1.549.700 Niederösterreichern stehen in 24 Fonds-Krankenhäusern rund 8.400 Betten für die stationäre Krankenhauspflege zur Verfügung. Weiters sind 28 Krankenanstalten mit vorwiegenden Sonderfunktionen (Heil- und Kuranstalten, Diät- und Erholungsheime, Pflegeanstalten für chronisch Kranke, Rehabilitationseinrichtungen, Sanatorien, Heeresspitäler, etc.) vorhanden. Für die medizinische Versorgung sind auch ca. 2.780 niedergelassene Ärzte und 207 öffentliche Apotheken vorhanden, wobei eine Apotheke durchschnittlich 7.830 Einwohner versorgt. Viele andere Einrichtungen wie: Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariterbund, Heimhilfe, Hauskrankenpflege, Notärzte, Notarzthubschrauber, usw. wirken bei der medizinischen Betreuung mit. All diese Einrichtungen sind für die gesundheitliche Betreuung in normalen Zeiten ausreichend. Sollte aber ein außergewöhnliches Ereignis wie zum Beispiel eine Grippepandemie zu erheblichen Personalausfällen bei diesen Stellen führen und es zu einem wesentlichen Ansteigen der Erkranktenzahl kommen, dann sind Engpässe auch in der medizinischen Versorgung nicht zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte jeder, auch im medizinischen Bereich, einige Vorsorgemaßnahmen treffen.

 
 
 
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