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Grippeimpfung

Siehe auch Schutzimpfungen

In der Änderung der Antigen-Struktur der Grippeviren liegt die Problematik der Grippeschutzimpfung.

Zwischen den großen Pandemien ändert sich das Grippevirus vom A-Stamm nur gering (sogenannte Antigen-Drift = Veränderung der Eiweißkörper durch Mutation) - bis es sich auf einmal mit anderen Stämmen kreuzt. Bei einer solchen Rekombination (Vereinigung ursprünglich getrennter Moleküle) kann zum Beispiel einer der Eiweißkörper der Hülle sogar durch den eines tierischen Grippevirus zum Beispiel von Wasservögeln oder Hühnern, ausgetauscht werden (Antigen-Shift = Neuordnung der Erbsubstanz). Bei einem solchen Ereignis ordnet sich, die aus acht Fragmenten bestehende Erbsubstanz der Influenza-Viren, neu. Damit kann ein Krankheitserreger entstehen, gegen den niemand auf der Erde auch nur teilweise immun sein kann. Solche Shift-Ereignisse entstehen, wenn ein Tier, ein Mensch oder eine Zelle von zwei Influenza-Viren gleichzeitig infiziert wird.

Die Forscher versuchen, die zu erwartende Antigen-Drift (oder gar Antigen-Shift) vorauszuberechnen und sie in einem Universal-Grippeimpfstoff aufzufangen. Seit geraumer Zeit gibt es die Grippeimpfung, wobei alljährlich im Herbst die gleichen Fragen über die zu impfenden Personengruppen diskutiert werden. Führende Experten bezeichnen die Grippeimpfung als für jeden sinnvoll, der sich selbst schützen und andere nicht anstecken will. Die Grippe-Impfung ist ein Totimpfstoff, (Totimpfstoffe enthalten abgetötete Viren oder Bakterien oder Bestandteile von Viren und Bakterien. Diese können sich im Körper nicht mehr weitervermehren. Sie lösen eine Abwehrreaktion "Immunreaktion" aus) das heißt, der Impfstoff besteht aus Influenza-Viren, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können. Die Impfung ist eine aktive Impfung, die gespritzt wird. Aktiv deshalb, da der Körper nach der Impfung Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Virus bildet. Infiziert man sich später mit echten Influenza-Viren, werden sie von diesen Antikörpern abgefangen.

Der optimale Zeitraum für die Impfung liegt zwischen Oktober und November eines jeden Jahres. Da es lediglich etwa zwei Wochen dauert, bis ein vollständiger Impfschutz aufgebaut ist, kann eine Impfung auch noch am Beginn einer Grippewelle sinnvoll sein.

Folgende Risikogruppen sollten sich in jedem Fall impfen lassen:

  • Menschen über 65 Jahren (empfohlen für ältere Menschen ab 60 Jahren)
  • Menschen mit erworbener oder angeborener Immunschwäche (z. B. Organempfänger und HIV-Infizierte) 
  • Asthmakranke 
  • Menschen mit Stoffwechselerkrankungen, wie z. B. Diabetes mellitus 
  • Menschen mit einer chronischen Lungen- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung 
  • Menschen, die in Pflegeheimen leben
  • Darüber hinaus ist die Impfung auch bei Personen in Schlüsselbereichen des öffentlichen Lebens (medizinisches Personal, Pflegepersonal, Polizei, Transportwesen etc.) zu empfehlen.
 
 
 
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