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Behördliche Schutzmaßnahmen

Aufgrund einer EU-Richtlinie wird durch die zuständigen Behörden an der Erstellung eines gesamtstaatlichen Interventionsplanes zu Interventionen bei radiologischen Notstandssituationen und bei dauerhaften Strahlenexpositionen gearbeitet. Bis zu dessen Erstellung und den damit verbundenen österreichspezifischen Maßnahmenkatalog gelten die von der österreichischen Strahlenschutzkommission erarbeiteten "Rahmenempfehlungen für die Festlegung und Durchführung von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor ionisierender Strahlung in Fällen großräumiger radioaktiver Verunreinigung" unter Verwendung der neuen Interventionsrichtwerte weiter. Die Erlassung einer "Verordnung zu Interventionen bei radiologischen Notstandssituationen und bei dauerhaften Strahlenexpositionen (Interventionsverordnung)" stellt einen weiteren Schritt zur vollständigen Anpassung der geltenden Strahlenschutzbestimmungen an die Strahlenschutzregelungen der EU dar.

Die Strahlenschutzkommission in Österreich, hat Rahmenempfehlungen für die Durchführung von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor ionisierender Strahlung in Fällen großräumiger radioaktiver Verunreinigung erstellt.

Die Empfehlungen sollen als Grundlage für die Festlegung und Durchführung von Maßnahmen dienen. Sie gehen davon aus, dass grundsätzlich jede Strahlenbelastung des Menschen durch ionisierende Strahlung schädlich sein kann und daher so gering wie möglich zu halten ist. Wie weit dieses Ziel in Fällen großräumiger Kontamination zu erreichen ist, hängt von der jeweiligen Situation und der Durchführbarkeit notwendiger Maßnahmen zur Vermeidung oder zur Verringerung der Strahlenbelastung ab.

Die Maßnahmen sollen der jeweils zu erwartenden Gefährdung angemessen sein. Dabei geht es im Bereich niedriger Strahlendosen um die gesundheitliche Vorsorge zur Vermeidung möglicher Auswirkungen für Einzelpersonen und um die Minimierung statistisch auftretender Schädigungen in einer größeren Personengruppe oder der Gesamtbevölkerung. Im Bereich höherer Strahlendosen geht es um die Verhinderung akuter gesundheitlicher Schädigungen für jeden Einzelnen.

Zur Zeit sind die Rahmenempfehlungen für folgende Anlassfälle ausgelegt

  • Kerntechnische Unfälle, (z.B. AKW-Unfall)

  • Absturz eines Raumflugkörpers mit radioaktivem Inventar,

  • Absturz eines Kernwaffenträgers ohne Detonation der mitgeführten atomaren Sprengsätze.

Im Falle einer großräumigen Kontamination sind je nach Anlassfall und Verlauf des Ereignisses unterschiedliche Strahlenbelastungen zu erwarten.

Solche Belastungen entstehen grundsätzlich durch eine externe Strahlungsdosis und eine Inkorporationsdosis, wobei diese Anteile in verschiedenen Situationen von unterschiedlicher Wichtigkeit sein können. Die tatsächlich auftretende Gesamtstrahlenbelastung setzt sich aus vier verschiedenen Teilen zusammen, die über unterschiedliche Belastungspfade, und im wesentlichen auch in zeitlich differenzierbaren Phasen, zustande kommen.

 
 
 
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