KKW (Kernkraftwerk) Unfall
Das Schreckensszenario der Tschernobyl-Reaktorkatastrophe vom April 1986 hat uns deutlich vor Augen geführt wie rasch radioaktive Gefahren auftreten, Staatsgrenzen überschreiten und weite Teile Europas bedrohen können.
Trotz weitgehender Ablehnung der Kernkraftnutzung durch die österreichische Bevölkerung wird jedoch zumeist übersehen, dass die etwa 40 Kernkraftwerke in Österreichs Nachbarstaaten ihren Betrieb in nächster Zeit nicht einstellen werden. In diesem Zusammenhang kommt dem Aufzeigen von konkreten Schutzmaßnahmen als natürliches Schutzbedürfnis gegenüber uns selbst wie auch gegenüber unseren Nachkommen eine zentrale Bedeutung zu. Gerade beim Strahlenschutz gilt der Grundsatz:
„Wissen ist Schutz!“ |

Mehr als 99,9 % der Radioaktivität eines Kernkraftwerks ist in den Brennelementen enthalten. Wenn es zu keiner Beeinträchtigung der Hülle dieser Brennelemente kommt, können auch keine radioaktiven Stoffen austreten. Nur wenn diese Hülle zu einem beschädigt wird und die dabei freigesetzte Aktivität nicht durch weitere Barrieren zurückgehalten wird, kommt es zu einer schwer wiegenden Verunreinigung (Kontamination) der Umwelt mit radioaktiven Stoffen.
Radioaktive Stoffe können über tausende Kilometer vertragen werden