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Zukunftsprognosen

Die Prognose über die zukünftige Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Bei der realistischen Annahme, dass in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre auftritt geht die Klimaforschung davon aus, dass die Erdmitteltemperatur mit 95%iger Wahrscheinlichkeit um 1,5-4,5°C ansteigen wird. Wobei abhängig vom jeweilig angewandten Rechenmodell und den angenommenen Zuwachsraten aller Treibhausgase auch eine Zunahme der globalen Durchschnittstemperatur um 1,1 bis 6,4°C bis zum Jahr 2100 als möglich erscheint. Der dabei maßgebliche, allerdings auch der mit der größten Unsicherheit behaftete Parameter ist die Prognose über die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft. Da das Wirtschaftswachstum der Welt in der Vergangenheit stark mit dem Verbrauch an fossilen Energieträgern zusammenhing und dies auch in der näheren Zukunft erwartet werden kann, erklärt sich hieraus die relativ große Bandbreite der von den Klimatologen prognostizierten globalen Erwärmung.

Wetterextreme

Die Europäer müssten sich auf häufigere Wetterextreme einstellen, so die Aussage von Klimaexperten. Europaweit wird eine Zunahme von Hitzewellen und Überflutungen erwartet. In Mittel- und Osteuropa wird es stärkere Hochwässer während der Schneeschmelze geben, in Südeuropa eine Zunahme von Dürreperioden sowie eine Verlängerung der Waldbrandsaison. Durch den steigenden Meeresspiegel ist mit stärkerem Küstenhochwasser zu rechnen und durch vermehrte Starkniederschläge mit vermehrten Flusshochwässern. Kurz gesagt, durch die globale Erwärmung unseres Planeten wird die Gefahr von Wetterextremen laufend zunehmen. Besondere Gefahren bestehen für viele Tiere und Pflanzen in Gebirgsregionen, die bei einer Erwärmung nur begrenzt in größere Höhen ausweichen können. Bei einem unverminderten Ausstoß von Treibhausgasen wird am Ende dieses Jahrhunderts mehr als die Hälfte der heute vertretenen Tier- und Pflanzenarten in vielen Gebirgsregionen Europas keine Lebensgrundlage mehr haben. So könnte es z.B. in den Alpen zu einem großflächigen Absterben der dort dominierenden Fichtenforste kommen. Dies würde wiederum die Lawinengefahr deutlich erhöhen.

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung werden für alle Menschen spürbar sein. Hochwasser, Dürre, Waldbrände, Stürme, Schneechaos und andere Unbilden werden wohl immer mehr zu einem fixen Bestandteil für viele Erdenbürger werden. Wobei manche Regionen durch die globale Erwärmung auch Vorteile erzielen können. Grundsätzlich werden jedoch die Nachteile der häufigeren Wetterextreme überwiegen.

Unwetter wie Sturm, Hagel, Starkregen, oder Gewitter bedrohen immer öfter Menschenleben und sorgen für Schäden in Milliardenhöhe. Besonders ausgeprägte Unwetter werden auch als extreme Wetterphänomene bezeichnet. Wobei derartige Wetterphänomene die Menschheit seit Urzeiten heimsuchen. Die hohe Bevölkerungsdichte und die sich daraus ergebende hohe Anzahl von Betroffenen, aber auch das in den vergangenen Jahren häufiger beobachtete Auftreten solcher Unwetter lässt viele Menschen voller Sorge in die Zukunft blicken. Durch Umsicht und an die jeweilige Wettersituation angepasstes Verhalten könnte viel Schaden und Leid verhindert werden.

Der Mensch als Verursacher

Mittlerweile müssen alle Menschen schmerzhaft zur Kenntnis nehmen, dass neben den Kräften die bisher als maßgeblich für die Gestaltung unseres Klimas angesehen wurden, auch unser Raubbau an der Natur die klimatischen Verhältnisse beeinflusst. Wobei dies eher im negativen Sinn geschieht. Die Belastung der Luft mit Emissionen schädigt nämlich nicht nur direkt alle Organismen, sie wirkt sich auch in Masse negativ auf das globale Klima aus.

Unvermeidliche Anpassungen

Durch die Änderung der klimatischen Verhältnisse sind direkte und indirekte Auswirkungen (gesundheitliche, wirtschaftliche, durch verstärkte Migration von Umweltflüchtlingen, Stress-Situationen durch notwendigen Wandel der Lebensgewohnheiten usw.) für den Einzelnen als auch für die gesamte Bevölkerung zu erwarten.

Eine Klimaänderung im vorhergesagten Ausmaß wird in Österreich Anpassungsmaßnahmen in Land- und Forstwirtschaft, Fremdenverkehr, Wasser- und Energiewirtschaft, Straßen- und Siedlungsbau sowie bei den Katastrophenvorsorgen notwendig machen. Durch Änderung bei der Energieerzeugung und der Energienutzung haben wir noch eine Chance die globale Erwärmung zu verringern. Durch vorausschauende Planung und rechtzeitige Umstellung ist es noch möglich gegenzusteuern, um die Schäden in der Zukunft zu verringern.

 
 
 
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