Startseite      SIZ      News      Download      Fotogalerie      Fernwartung
 
 
  Sie sind hier: Startseite > Zivilschutz Themen A - Z > Chemieunfall > Richtiges Verhalten  
 
 
 


Follow us on Social Media:



Kooperationspartner des NÖZSV:

Richtiges Verhalten bei einem Chemieunfall

Unfälle mit gefährlichen Stoffen können sehr unterschiedliche Schadensbilder zur Folge haben. Durch das richtige Verhalten kann das persönliche Risiko verringert werden. Die ausgesprochenen Empfehlungen sind nur als erste Hilfsmaßnahme zu verstehen. In jedem Fall sind behördlichen Empfehlungen, die gezielt auf das Unfallgeschehen abgestimmt sind, unbedingt einzuhalten.

Selbstschutzmaßnahmen vor dem Durchzug der Schadstoffwolke - wenn genügend Zeit vorhanden ist:

  • Im Freien befindliche Gegenstände (Spielsachen, Wäsche, etc.) und Haustiere ins Haus bringen
  • Nachbarn verständigen, denken Sie an Kinder und Hilfebedürftige
  • Glashäuser schließen
  • Weidetiere in den Stall bringen
  • Wohnung oder andere schützende Räumlichkeiten aufsuchen
  • Höher gelegene Räume auf der gefahrenabgewandten Seite des Hauses bevorzugen
  • Radio / TV einschalten
  • Alle Fenster und Türen (auch Hauseingangstüren) schließen
  • Lüftungen abschalten
  • Fensterläden und Jalousien schließen (Trümmerflug, Brandgefahr)
  • Zugluft vermeiden, auf Kaminöffnungen und Entlüftungssysteme achten, da hier Luft von außen eindringen kann
  • Bei den Fenstern und Türen die Fugen mit breiten Klebestreifen verkleben
  • Räume mit massiven Wänden aufsuchen (Explosionsschutz und Schutz vor Trümmerflug)
  • Notrufnummern nicht für Auskünfte benützen
  • Keine unnötigen Telefonate führen
  • Wenn brennbare Gase ausgetreten sind oder ein solcher Verdacht aufgrund der Unfallumstände besteht, sofort Strom abschalten (Explosionsschutz)

Selbstschutzmaßnahmen während des Durchzugs einer Schadstoffwolke

  • In der Wohnung oder anderen schützenden Räumlichkeiten bleiben
  • Nicht in der Nähe von Fensterflächen aufhalten, da bei Explosionen durch Trümmerflug und Druckwelle in diesen Bereichen besondere Gefährdungen auftreten
  • Nicht mit den Behörden oder dem Werk telefonieren
  • Nicht die Zufahrtswege zum Werk blockieren
  • Aufenthalt im Freien meiden, um möglichst wenig mit der Schadstoffwolke in Kontakt zu kommen. Bei unvermeidbarem Aufenthalt im Freien feuchte Tücher vor Mund und Nase halten oder Fluchtfiltermaske verwenden
  • Keine Lüftungseinrichtungen einschalten, auch wenn Filter vorgeschaltet sind
  • Räumlichkeiten mit massiven Umfassungswänden und wenigen Fenstern und Türen bevorzugen
  • Immer Räume benutzen, die über Niveau liegen, da sich Schwergase in Untergeschossen ansammeln
  • Frischluftzufuhr vermeiden
  • Radio und Fernsehen abhören (Lokalprogramme)
  • Auf Lautsprecherdurchsagen achten
  • Behördlichen Empfehlungen einhalten

Selbstschutzmaßnahmen nach dem Durchzug einer Schadstoffwolke

  • Entwarnung über Fernsehen, Rundfunk oder Lautsprecher abwarten
  • Nach der Entwarnung alle Räume lüften
  • Behördliche Anweisungen befolgen (Radio, Fernsehen, Printmedien, Anschläge, Postwurfsendung, Lautsprecherdurchsagen)
  • Weidetiere im Stall belassen und solange nicht mit Frischfutter aus der Umgebung versorgen, bis eine Entwarnung vorliegt
  • Nach dem Durchzug einer Schadstoffwolke, die Schadstoffe auf dem Boden und anderen Flächen abgelagert hat, ist Reinlichkeit in jeder Hinsicht erforderlich:
    • Schuhe vor dem Betreten der Wohnung ausziehen
    • Fußböden, Heizkörper, Lampen usw. feucht reinigen. Fenster und Fensterbänke waschen, Teppiche einschäumen und absaugen. Nur Staubsauger mit Feinfiltersystemen verwenden!
    • Täglich gründlich duschen, Hände, Haare und Bart besonders gründlich waschen
    • Haus- und unmittelbare Umgebung (Zufahrten, Aufgänge, Balkone, Terrassen (etc.) mit Wasserschlauch abspritzen
    • Bei allen Reinigungsarbeiten Staubaufwirbelung vermeiden
    • Kein Obst und Gemüse aus dem Garten essen
    • Nur luftdicht verpackte Lebensmittel verwenden. Möglicherweise kontaminierte Lebensmittel waschen oder entsorgen
    • Darauf achten, dass Kleinkinder keine verunreinigten Gegenstände (insbesondere im Freien) in den Mund nehmen!
 
 
 
© 1961 - 2017, Niederösterreichischer Zivilschutzverband ↑ Seitenanfang ↑
 

Template Daniel Fuhrmannek. Das CMS System Websitebaker ist unter der GNU General Public License veröffentlicht. Autor Ryan Djurovich.