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Chemieunfall

Flugzeugabsturz über einem IndustriegebietSeveso, Bhopal und Basel. Namen, die im Zusammenhang mit Chemiekatastrophen immer wieder erwähnt und als mahnendes Beispiel hingestellt werden.

Sind ähnliche Giftgaskatastrophen auch bei uns denkbar? In diesem Ausmaß kaum, da bei uns die chemische Industrie nicht so stark vertreten ist. Der Transport gefährlicher Güter auf Österreichs Straßen und mit der Bahn birgt jedoch ausreichend Gefahren. In Tankwagen und Kesselwagen werden tonnenweise Chemikalien befördert. Kommt es zu einem Unfall, können großräumige giftige, ätzende oder erstickende Giftwolken entstehen.

Weltweit sind derzeit ca. 10 Millionen verschiedene chemische Verbindungen bekannt. Etwa 50.000 bis 70.000 davon werden in großen Mengen erzeugt, gehandelt, transportiert und verwendet. Viele dieser Stoffe können, wenn sie bei Unfällen freigesetzt werden, zu einer Gefährdung von Leben und Umwelt führen. Zum leichteren Verständnis werden diese Substanzen hier unter dem Sammelbegriff  "Gefährliche Stoffe" zusammengefasst.

Hinsichtlich ihres Schadensverlaufes können gefährliche Stoffe beim Freiwerden grob in zwei Gruppen eingeteilt werden:

1. Schadstoffe in geringer Konzentration

Schadstoffe sind Gifte, welche in geringer Konzentration, jedoch über einen längeren Zeitraum freigesetzt werden. Diese Schadstoffe werden heute auch oft mit dem Überbegriff "Umweltgifte" bezeichnet.

Beispiele dafür sind:

  • Kohlenstoffdioxid, Schwefeldioxid, Chlorwasserstoff und Nitrose-Gase
    aus Industrieverbrennungsanlagen, kalorischen Kraftwerken und dem Hausbrand.
  • Bleiverbindungen, Kohlenstoffdioxid und teilweise unverbrannte Kohlenwasserstoffe
    aus Verbrennungskraftmaschinen und
  • Insektizide, Fungizide und Pestizide sowie Düngemittel
    in der Landwirtschaft.

2. Schadstoffe in hoher Konzentration

Schadstoffe, die spontan und unerwartet in hoher Konzentration frei werden und eine unmittelbare Gefahr darstellen.

Beispiele dafür sind:

  • freiwerdende Chemikalien bei Störfällen in Betrieben
  • austretende Gase bzw. verflüssigte Gase bei Transportunfällen
  • giftige Gase bei Kunststoffbränden oder Bränden von Chemikalien.

 

 
 
 
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