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Tragbare Feuerlöscher

Tragbare Feuerlöscher sind die bekanntesten Kleinlöschgeräte. Nach Art des Löschmittels werden die Typen Wasser-, Schaum-, Kohlendioxid-, Fettbrand- und Pulverlöscher unterschieden.

Feuerlöscher müssen nach Empfehlung der Herstellerfirma entsprechend gewartet werden!

Feuerlöscher sind der Empfehlung der Herstellerfirma entsprechend zu warten, jedoch mindestens alle 2 Jahre von einer fachkundigen Person überprüfen zu lassen. Ein Nachweis dieser Überprüfung ist am Löscher anzubringen.Feuer richtig löschen

 

 

Feuer in Windrichtung angreifen

 

 

Genügend Löscher gleichzeitig einsetzen - nicht nacheinander

 

 

Flächenbrände vorne beginnend ablöschen

 

 

Tropf und Fließbrände von oben nach unten löschen

 

Vorsicht vor Wiederentzündung

 

 

Eingesetzte Feuerlöscher nicht mehr aufhängen. Feuerlöscher neu füllen lassen!

 

Wasserlöscher (W) - Brandklasse A, mit Zusätzen auch B 

Löschmittel ist Wasser, welchem nach Bedarf ein Frostschutzmittel für die frostbeständige Ausführung zugesetzt werden kann. Fallweise kann auch ein Netzmittel zur Oberflächenentspannung zugegeben werden. Wasserlöscher, die auch zur Brandbekämpfung der Brandklasse B eingesetzt werden können, wird filmbildendes Schaummittel (AFFF)* zugemischt. Als Treibmittel wird Kohlendioxid verwendet. Die Hauptlöschwirkung ist Kühlung, daher geeignet zur Brandbekämpfung fester, glutbildender Brandstoffe wie Holz, Papier, Stroh, Textilien u. dgl. Zur Bekämpfung von Metallbränden sind Wasserlöscher ungeeignet.
Füllmengen für die erste Löschhilfe: 6 und 9 Liter (TRVB F 124)**.
Die alte Ausführung hat 10 Liter Füllmenge (N 10).

* AFFF - Schaummittellösung (AFFF = aqueos film forming foam)
** TRVB= Technische Regeln für den vorbeugenden Brandschutz

Schaumlöscher (S) - Brandklasse A, B

Löschmittel ist eine Wasserschaummittellösung, meist mit filmbildendem Schaummittel (AFFF), Treibmittel ist Kohlendioxid.
Die Hauptlöschwirkungen sind Ersticken und Kühlen. Schaumlöscher sind daher zur Brandbekämpfung von brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Petroleum, Ölen und festen Brandstoffen wie Holz, Papier, Stroh und Textilien geeignet. Sie sind nicht geeignet zur Bekämpfung von Metallbränden. 
Füllmengen für die erste Löschhilfe: 
6 und 9 Liter (TRVB F 124). Die alte Ausführung hat 10 Liter Füllmenge (S 10).

Pulverlöscher

In Pulverlöschern können zwei Arten von Löschpulver zum Einsatz kommen; Flammbrandpulver (BC-Pulver) oder Glutbrandpulver (ABC-Pulver). Alle Pulverlöscher verursachen durch die ausgestoßene Pulverwolke eine starke Sichtbehinderung und dürfen daher in Räumen mit Menschenansammlungen (Veranstaltungsstätten, Einkaufszentren, Hotels, Schulen) nicht verwendet werden. Füllmengen für die erste Löschhilfe: 6, 9 und 12 kg (TRVB F 124). 
"Autolöscher" werden auch mit den nach der ÖNORM EN 3 möglichen Füllmengen von 
1 und 2 kg hergestellt. Zum Mitführen im Auto ist aber unbedingt ein Pulverlöscher mit mindestens 2 kg Füllmenge zu empfehlen.

Glutbrand Pulverlöscher (G) - Brandklasse A, B, C ...

... löschen mit ABC-Pulver und können zusätzlich zu den Brandklassen B und C auch zur Brandbekämpfung von festen, glutbildenden Stoffen eingesetzt werden. Das ABC-Pulver bildet auf der Glut eine Salzschmelze, die den Luftzutritt blockiert. Bei der Bekämpfung von Feststoffbränden mit ABC-Pulver ist aber immer mit Wasser nachzulöschen.

Flammbrand Pulverlöscher (P) - Brandklasse B, C ...

... sind mit BC-Löschpulver befüllt und zur Bekämpfung von brennbaren Flüssigkeiten und brennbaren Gasen geeignet. Löschwirkend ist der Störeffekt.

Metallbrand-Pulverlöscher (M) - Brandklasse D

Brennbare Metalle verbrennen in Form von Glut. Aufgrund der hohen Verbrennungstemperatur können normale Löschmittel (Wasser, Schaum, Pulver, Kohlendioxid) wegen chemischer Reaktionen bei der Brandbekämpfung nicht verwendet werden. Daher müssen eigene Metallbrand-Löschpulver eingesetzt werden, die auf der Metalloberfläche eine Schmelze bilden und durch Luftabschluss löschend wirken. Metallbrandpulver ist bei brennenden Metallspänen oder -stäuben über eine Löschbrause drucklos aufzubringen. Füllmengen: 6, 9 und 12 kg.

Kohlendioxidlöscher (K) - Brandklasse B, C ("CO2-Löscher")

Kohlendioxidlöscher eignen sich besonders zur Bekämpfung von Bränden in EDV-Anlagen, Elektroanlagen (E-Verteiler, Schaltwarten, Relaisschränken etc.), Labors, Großküchen, Lackieranlagen etc. Sie können auch gegen Flüssigkeits- und Gasbrände eingesetzt werden. Das Löschmittel verursacht keine Verunreinigung, da sich Kohlendioxid rückstandsfrei verflüchtigt. Löschwirkend sind sowohl der Erstickungseffekt durch Verdrängung der Luft in Bodennähe, als auch der Störeffekt aufgrund der Vermischung des Löschgases mit der Luft.

Kohlendioxid ist schwerer als Luft und sinkt zu Boden; es ist daher auch ein Stickgas. CO2-Löscher dürfen daher in tiefer gelegenen oder schlecht belüftbaren Räumen nicht verwendet werden! Füllmengen für die erste Löschhilfe: 2 und 5 kg (TRVB F 124). 
Die alte Ausführung hat eine Füllmenge von 6 kg CO2 (K 6).

Fettbrandfeuerlöscher

Diese Feuerlöscher wurden eigens zur Bekämpfung von Fettbränden wie Speisefette, Speiseöle, Frittieröle entwickelt und sind überall dort, wo mit heißem Fett gearbeitet wird, also für den Einsatz in Hotel-, Restaurant- und Großküchen, Gaststätten, Bäckereien etc. besonders gut geeignet.
Das Löschmittel wirkt rasch, zuverlässig, aber nicht rückstandsfrei.

 
 
 
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