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Konkrete Notfallsituationen

Bei Bergtouren kann es durch falsche Wegwahl, ungünstige Wetterverhältnisse oder tödliche Fallen - wie z.B. Wildbäche -  zu einer erheblichen Gefährdung der Tourengeher kommen. Höhenkrankheit,  Erschöpfung, Steinschlag, Ertrinken u.a.,  fordern jedes Jahr seine Opfer. Durch richtiges Verhalten und eine guten Tourenplanung könnte viel Schmerz und Leid vermieden werden.

Steinschlag

Erschlagen werden, diese Todesursache kommt oft vermeintlich überraschend. Herabstürzende Steine, Bäume, Äste, herabstürzendes Eis oder anderes, kann für die Betroffenen eine tödliche Gefahr darstellen.  
Was kann man dagegen tun?

  • Augen auf!
  • Gefährdetes Gelände meiden!
  • Eventuell Schutzhelm tragen, aber - ist der Stein groß genug, ist man tot.

Erkennen der Steinschlaggefahr

  • Das Gelände muss steil genug sein (Rasen und steiler Wald genügen!) oder eine Felswand mit brüchigem Gestein.
  • Spuren von Steinschlag: Abgeschlagener Fels, herumliegende frische Steine, die heller sind als alte, die bereits verwittert sind. Auch frische Ausbrüche sind an der hellen Farbe erkennbar und am frischen Schuttkegel.

Wodurch wird Steinschlag ausgelöst?

Die größte Gefahr sind andere Leute. Achten Sie daher, ob oberhalb von Ihnen jemand unterwegs ist und richten Sie immer einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit dorthin.

  • Tiere (Gämsen) in wilder Flucht lösen oft Steinlawinen aus.
  • Achtung bei Tageserwärmung: Wenn die Sonne in eine Wand scheint, lösen sich die Steine.
  • Sehr aufmerksam und ohne Verweilen durch Steinschlagzonen durchgehen.
  • Besonders wichtig ist die Wahl des sicheren Rastplatzes!
  • Steinschlag sucht sich bevorzugt Rinnen aus.
  • Steinschlaggelände meiden (bei Steinschlag rasch Deckung aufsuchen und den Kopf schützen)

Bäume, Äste

Es ist gar nicht so selten, dass Menschen bei Sturm erschlagen werden. 
Einzige Chance: Gehen Sie nicht bei Sturm im Wald spazieren.

Absturz

Jährlich stürzen in Österreich viele Personen tödlich ab. Es betrifft auch den Wanderer: Man kann abstürzen! Es klingt so banal ("Mir kann das nicht passieren . . ."), aber: Das Tückische ist, dass das Absturzgelände oft nicht so klar erkennbar ist: Steile Grashänge, ein Abhang am Wegesrand, Schneefelder, usw.
Mehrere Faktoren kommen zusammen: Falsche Wegwahl und nicht rechtzeitig umgekehrt; beim Fotografieren zu sehr auf das Motiv konzentriert; Blumenpflücken im Steilgelände etc.

Gründe, die zum Absturz führen können:

  • Absturzgelände
  • Ausrutschen oder Gleichgewicht verlieren, oder Tritt bricht aus
  • keine oder falsche Reaktion

Ausrutschen alleine ist noch nicht tödlich. Das Gelände muss steil genug sein. Stellen Sie sich die Frage:

  • "Wenn ich meinem Rucksack einen Stoß versetze; bleibt er dann liegen oder kommt er ins Rollen?"

Wenn Sie das Gefühl haben, er könnte weiterrollen, dann kann das Ihnen bei einem Sturz auch passieren.

Was kann man tun, wenn man ausrutscht, das Gleichgewicht verliert, oder der Tritt ausbricht? Es gibt eine Haltung, die wirkt: Die Liegestützhaltung.
Beine leicht gegrätscht, die Fußspitzen fest in den Hang gedrückt (die sind es, die bremsen!), mit den Händen drücken Sie sich vom Hang weg (Liegestütz). In dieser Haltung kommen Sie zum Stillstand. Je rascher Sie reagieren, umso erfolgreicher!

Lassen Sie sich von einem Bergführer oder Lehrwart beraten!

Üben Sie die Liegestützhaltung

  1. Übung: Gehen Sie zu einer kleinen Böschung:
    Ideal ist nasses Gras oder Schnee. Lassen Sie sich abrutschen und versuchen Sie, mit der Liegestützhaltung zu bremsen.
  2. Übung: Spazieren Sie auf dieser Böschung hin und her und rutschen Sie aus. Kaum sind Sie ausgerutscht, sollten Sie so rasch wie möglich in die Liegestützhaltung kommen.

Ziel der Übungen: 
Dieses Verhalten soll so automatisiert werden, dass zwischen Ausrutschen und Bremsen möglichst wenig Zeit vergeht.

Gefahren der Höhe

Ab einer Höhe von 2.500 Meter über dem Meeresspiegel können Sie höhenkrank werden, vor allem, wenn Sie mit Auto oder Seilbahn unterwegs sind und dabei zu schnell in größere Höhen vorstoßen.

Symptome:

  • Sie haben Kopfweh
  • Sie fühlen sich sehr, sehr müde
  • Sie haben stark erhöhten Ruhepuls

Wirkung der Höhenkrankheit:

  • Schwäche
  • Falsche Entscheidungen
  • Trittsicherheit wird schlechter
  • Erschöpfung

Richtiges Handeln: Horchen Sie auf die Signale Ihres Körpers. Bei...

  • sehr starken Kopfschmerzen
  • Atemnot bei Ruhe
  • trockenem Husten
  • oder gar "Rasselgeräuschen" in der Lunge hilft nur eines: Steigen Sie sofort ab!
    Es besteht die unmittelbare Gefahr eines Lungenödems (= "Wasser" in der Lunge)!

Ertrinken

Sie können in einen reißenden evt. hochwasserführenden Wildbach stürzen und ertrinken. Oder Sie stürzen in einen zugeschneiten Bach:
Vor allem im Frühjahr werden die Schneebrücken über Bächen immer dünner, es entstehen Löcher. Eine tödliche Falle! Auch auf zugefrorenen Gewässern lauern Stellen mit dünnem Eis. Hier genügt hinreichende Vorsicht (Gelände beobachten).

Vorbeugen

  • Regelmäßig essen und vor allem viel trinken
  • Pausen machen
  • Warm anziehen (Kälte raubt Energie)
  • Das Ziel nach dem körperlichen Zustand planen!

Sonnenbrand

Für eine unserer Errungenschaften, nämlich dass wir mehr Freizeit unter freiem Himmel verbringen, bezahlen wir mit unserer Haut: War zu Beginn des 20. Jahrhunderts Hautkrebs praktisch nicht vorhanden, so hat er in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen.
Für alle Personen, die sich oft der Sonne aussetzen, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Muttermale.

Tipps gegen Hautkrebs:

  • Jeder Sonnenbrand erhöht das Krebsrisiko
  • Bedecken Sie Ihre Haut (besonders Nase, Ohren ....)
  • Verwenden Sie Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor

Schneeblindheit

Die UV Strahlung ist am stärksten bei Schnee und Nebel! 
Verwenden Sie Sonnenbrillen mit seitlichem Schutz und 100 % UV-Absorption.

Schneeblindheit merkt man erst, wenn man sie hat. Auch wenn Sie noch nie schneeblind waren, sind Sie nicht immun dagegen!

 

 
 
 
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